Ein Mann hält ein Herz mit dem Aufdruck «Unser Land zuerst!» während einer AfD-Kundgebung neben der Georgenkirche.Ein Mann hält ein Herz mit dem Aufdruck «Unser Land zuerst!» während einer AfD-Kundgebung neben der Georgenkirche.
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Wieder Proteste gegen Folgen des Ukraine-Kriegs

10.10.2022

In Thüringen sind am Montagabend laut Polizei erneut Tausende Menschen gegen die Folgen des Ukraine-Krieges in Deutschland auf die Straße gegangen. Die Proteste seien «störungsfrei» und ohne größere Vorkommnisse verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei am Abend. Die genaue Auswertung der Teilnehmerzahlen dauere noch an.

Demonstrationen gab es in Gera, Jena, Erfurt und kleineren Ortschaften. Reporter der dpa berichteten zumindest in Eisenach von einem überschaubaren Demogeschehen von etwa 100 Menschen. Dort hatte die AfD eine Kundgebung unter dem Motto «Zuerst unser Land! Leben muss bezahlbar sein!» auf dem Marktplatz organisiert. Unter den Rednern war die frühere DDR-Oppositionelle Angelika Barbe.

Am Montag vergangener Woche beteiligten sich laut Polizei an insgesamt 42 Versammlungen im Freistaat rund 38.000 Menschen. Das waren etwa 10.000 mehr als am Montag vor zwei Wochen.

Die Proteste gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die Folgen des Ukraine-Kriegs und die hohe Inflation gewannen zuletzt insbesondere in Ostdeutschland an Zulauf. Mehr als 100.000 Menschen demonstrierten nach Schätzungen der Polizei am Tag der Deutschen Einheit bei Dutzenden Kundgebungen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

© dpa-infocom, dpa:221010-99-80253/2

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