Sonne und Wolken über der Stadt beim Rudolstadt Festival., © Martin Schutt/dpa/Archivbild
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Weltmusikpreis Ruth an Kölner Verein und Journalisten

09.07.2022

Der Kölner Karnevals- und Musikverein Humba sowie der Berliner Autor und Journalist Christoph Dieckmann erhalten in diesem Jahr den Weltmusikpreis Ruth des Rudolstadt-Festivals. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für Bands und 2500 Euro für Einzelpersonen sollte am späten Samstagnachmittag auf der Heidecksburg übergeben werden.

Humba sollte den Preis eigentlich schon 2020 erhalten, zum damals 25-jährigen Bestehen des von dem Grafiker und DJ Jan Krauthäuser ins Leben gerufenen multikulturellen Karnevals. Coronabedingt wird die Preisverleihung nun beim diesjährigen Festival nachgeholt.

Humba sei eines der spannendsten Weltmusik-Projekte in Deutschland, hieß es zur Begründung. Gewürdigt werden nach Veranstalterangaben die Verdienste des Vereins um eine urbane und vielseitige Festkultur, die zugleich politische Impulse für eine offene Gesellschaft setze.

Christoph Dieckmann erhalte den Preis für sein publizistisches Wirken. Der 66-Jährige, in Rathenow geborene Journalist habe sich in den zurückliegenden drei Jahrzehnten zahlreichen Künstlern und ihrem musikalischen Werk gewidmet, begründete die Jury. Zudem sei er fast von Beginn an auch regelmäßig publizierender Begleiter des Rudolstadt-Festivals und einer seiner wichtigsten überregionalen Botschafter.

Das Rudolstadt Festival gilt als eines der größten für Folk-, Roots- und Weltmusik in Deutschland. Zur 30. Auflage und nach zweijähriger Pandemiepause haben sich an diesem Wochenende mehr als 150 Bands, Straßenmusiker und Solokünstler aus rund 40 Ländern angesagt. Auf den zahlreichen in der Kleinstadt verteilten Bühnen und Podien sind bis zum Sonntag rund 300 Konzerte geplant. Der Länderschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf «Titos Erben» und richtet den Blick auf die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens.

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