Der Schriftzug «Gas» steht auf einer Straßenkappe., © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild
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Verbraucherzentrale: Starker Anstieg der Energieberatungen

02.09.2022

Die Nachfrage nach Energieberatungen ist bei der Verbraucherzentrale Thüringen (VZTH) sprunghaft angestiegen. Von August 2021 bis zum August des laufenden Jahres habe sich die Zahl verfünffacht, sagte eine Sprecherin der VZTH am Freitag. Bis Herbst 2021 hatte dieser Themenkomplex einen der hinteren Rangplätze bei den Beratungen eingenommen.

Nach den stark gestiegenen Preisen für Gas und der Ankündigung der Gasumlage ab dem 1. Oktober reiche bei vielen Verbrauchern das Geld nicht mehr, um die Rechnungen zu bezahlen, so die VZTH. Wenn die Abrechnung komme, sollten Gaskunden zunächst prüfen, ob diese überhaupt korrekt ist und etwa Zählernummer und -stand stimmen und die Zahlungen richtig verbucht sind. Falls Fehler entdeckt würden, sollten diese beanstandet werden.

Sei die einmalige Nachzahlung so hoch, dass sie im Monat der Rechnungsstellung nicht aus dem Einkommen gezahlt werden könne, bestehe gegebenenfalls der Anspruch auf ergänzende Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt. «Diese Möglichkeit besteht auch für Menschen, die noch nie Sozialleistungen empfangen haben», so die Verbraucherschützer. Jobcenter und Sozialamt seien verpflichtet, Miet- und Heizkosten zu übernehmen. Das gelte auch für Nachzahlungen. Rentner können diesen Angaben zufolge bei einmalig hohen Nachzahlungen beim Sozialamt den Anspruch auf vorübergehende ergänzende Grundsicherung im Alter geltend machen.

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