Umfrage: Keine politischen Mehrheiten in Thüringen erkennbar
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Umfrage: Keine politischen Mehrheiten in Thüringen erkennbar

13.07.2022

In Thüringen gibt es einer Umfrage zufolge weiterhin keine klaren politischen Mehrheiten. Die derzeitige Minderheitskoalition aus Linke, SPD und Grüne käme demnach auf einen Stimmenanteil von 45 Prozent. Ohne Linke oder AfD wäre der Befragung zufolge weiter keine Mehrheit im Landtag möglich. Der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) rangiert demnach in der Wählergunst klar vor seinen potenziellen Gegenkandidaten für die Landtagswahl im Jahr 2024.

Für die Umfrage des Insa-Instituts im Auftrag der Zeitungen der Funke Medien Thüringen wurden im Zeitraum von 4. bis 11. Juli 1019 Thüringer ab 18 Jahren befragt. Ihnen wurde die sogenannte Sonntagsfrage gestellt, welche Partei sie wählen würden, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre.

Im Vergleich zur letzten derartigen Umfrage im vergangenen April blieb die Linke bei 24,0 Prozent, die AfD legte um zwei Prozentpunkte auf ebenfalls 24,0 Prozent zu. Die CDU verblieb bei 20,0 Prozent. Die Grünen gewannen demnach einen Prozentpunkt auf 8,0 Prozent dazu - die SPD hingegen verlor drei Prozentpunkte und kommt auf nur noch 13,0 Prozent. Die FDP bliebe bei ihrem knappen Wert von 5,0 Prozent.

Bei der Frage, wen die Menschen wählen würden, könnten sie den Ministerpräsidenten direkt wählen, gaben 38 Prozent der Befragten Bodo Ramelow an. Elf Prozent der Menschen würden AfD-Landeschef Björn Höcke wählen. Den CDU-Fraktionschef und wohl baldigen Parteichef im Land, Mario Voigt, präferierten hingegen nur vier Prozent der Befragten. SPD-Landeschef und Innenminister Georg Maier kam auf nur drei Prozent. Insgesamt 29 Prozent gaben an, keinen der vier wählen zu wollen. Der Rest wusste es nicht oder machte keine Angabe.

© dpa-infocom, dpa:220713-99-06017/2

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