Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, sitzt im Bauhaus Museum., © Martin Schutt/dpa
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Ulrike Lorenz bleibt Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar

22.11.2023

Ulrike Lorenz bleibt bis Ende 2027 Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar. Der Stiftungsrat bestätigte in seiner jüngsten Sitzung die Verlängerung des Vertrags für die 60-jährige Kunstwissenschaftlerin, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Damit seien eine stabile Steuerung der Stiftung während der Landtags- und Bundestagswahljahre 2024 und 2025 und ein verantwortungsbewusster Findungsprozess für den 2028 anstehenden Generationswechsel in der Stiftungsleitung gesichert. Lorenz leitet die zweitgrößte deutsche Kulturstiftung seit August 2019.

Zur Klassik Stiftung Weimar gehören 27 Museen, Schlösser, Parks und historische Häuser, darunter die der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. 12 Liegenschaften gehören zum Unesco-Welterbe, darunter das Goethe-Wohnhaus am Frauenplan mit dem Hausgarten und angrenzenden historischen Gebäuden.

Das Goethe-Wohnhaus soll von Frühjahr 2026 an für rund 45 Millionen Euro denkmalgerecht saniert und die Ausstellung neu konzipiert werden, wobei 35 Millionen Euro je zur Hälfte von Bund und Land kommen sollen. Unter Berufung auf den Haushaltsausschuss hatte die Stiftung kürzlich mitgeteilt, dass der Bund das Projekt mit 17,15 Millionen Euro unterstütze. Goethe war 1782 in das Haus am Frauenplan eingezogen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Das Goethe-Nationalmuseum wird laut Stiftung jährlich von rund 100.000 Menschen besucht.

Den Schlusspunkt ihrer Arbeit als Stiftungspräsidentin will Lorenz 2027 mit einem Themenjahr «Frauenplan» zu epochemachenden Leistungen von Frauen in der Kultur Weimars setzen.

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