Thüringer Hochschulen bereiten sich auf Energieengpass vor Thüringer Hochschulen bereiten sich auf Energieengpass vor
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Thüringer Hochschulen bereiten sich auf Energieengpass vor

19.07.2022

Thüringens Hochschulen arbeiten nach Ministeriumsangaben an Notfallplänen, um auf einen möglichen Gasengpass im Herbst und Winter vorbereitet zu sein. Gleichzeitig würde bereits jetzt versucht, den Energieverbrauch zu senken, teilte das Thüringer Hochschulministerium am Dienstag in Erfurt mit. Das habe eine Befragung der zehn staatlichen Universitäten und Fachhochschulen, des Universitätsklinikum Jena und des Studierendenwerks ergeben.

Eine Einschränkung des Lehr- und Forschungsbetriebs vom Wintersemester an könne nicht mehr ausgeschlossen werden, erklärte Wissenschaftsstaatssekretär Carsten Feller. «Wir hoffen aktuell das Beste, müssen uns aber vorsorglich auf Engpässe in der Energieversorgung einstellen.»

Zur Energieeinsparung würden auch technische Anlagen überprüft und verändert - wie die Umrüstung der Beleuchtung auf LED, die Nutzung von Thermostaten und Dämmerungsschaltern bis hin zu begrenzten Öffnungszeiten für zentrale Einrichtungen wie Hochschul-Cafeteria, Bibliotheken oder Laboren. Einige Hochschulen könnten auf effiziente Gebäudeleittechniken zurückgreifen. In anderen Fällen seien energetische Sanierungen geplant oder liefen bereits.

Die Stufenpläne für den Notfall bei Gasmangel sähen unter anderem die Absenkung von Raumtemperaturen, eingeschränkte Heizzeiten, die Abschaltung von Beleuchtungsanlagen oder die Stilllegung von für den Hochschulbetrieb nicht zwingend benötigten Gebäuden oder Gebäudeteilen vor. Der Anteil der Telearbeit oder Online-Lehre würde dann wieder deutlich ausgeweitet. «Sämtliche Notfallpläne werden in der jetzt beginnenden vorlesungsfreien Zeit weiter konkretisiert und liegen dann rechtzeitig vor dem nächsten Semester und dem Beginn der neuen Heizperiode vor», äußerte der Staatssekretär.

© dpa-infocom, dpa:220719-99-80482/2

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