Thüringens Bauern haben mit Frühjahresarbeiten begonnen
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Thüringens Bauern haben mit Frühjahresarbeiten begonnen

01.03.2024

Thüringens Bauern haben mit den Frühjahresarbeiten begonnen - vielerorts sind die Felder aber noch zu nass. Der Schwerpunkt liege derzeit auf der Dünung der Kulturen, die im Herbst ausgesät wurden, sagte eine Sprecherin des Thüringer Bauernverbandes auf Anfrage in Erfurt. Außerdem liefen die Vorbereitungen für die Aussaat von Sommergetreide, Mais oder Sonnenblumen. Maschinen zerkleinerten Erdklumpen und lockerten den Boden auf. «Dadurch wird der Boden gelüftet und erwärmt sich. Saatkörner haben es so einfacher zu keimen.» Nach Angaben der Sprecherin gibt es bei den Arbeiten derzeit noch keinen nennenswerten Zeitverzug.

In Thüringen werden jährlich mehr als die Hälfte der Ackerfläche mit Getreide bestellt. Im vergangenen Jahr waren es nach Daten des Statistischen Landesamtes 342 600 Hektar. Winterweizen war 2023 mit 188 200 Hektar Anbaufläche die wichtigste Getreideart.

Herbstaussaaten wie der Winterweizen brauchten für einen guten Start in das Frühjahr bedarfsgerecht und ausreichend Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kali, so die Sprecherin. Darum gehe es bei der sogenannten Frühjahresdüngung. Teilweise würde dafür auch Gülle ausgebracht. Die Pflanzen legten im Frühjahr die Grundlage für den späteren Ertrag. Seit Anfang Februar dürften die Betriebe nach den gesetzlichen Regelungen Dünger ausbringen. Ähnlich verhalte es sich mit Grünland- oder Futterflächen für Kühe. Auch dort würden Nährstoffe ausgebracht, damit über das Jahr ausreichend Futter wachse.

Überall in Thüringen hatte es in den vergangenen Wochen und Monate ausgiebige Niederschläge gegeben. Derzeit könnten viele Flächen noch nicht befahren werden, sagte die Sprecherin des Bauernverbandes. Für die Aussaat hofften die Bauern auf trockenes und windiges Wetter, das die Böden trockneten. Stellen, auf denen Wasser stehe, würden in der Regel umfahren.

© dpa-infocom, dpa:240301-99-177419/2

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