Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner während der Sitzung des Thüringer Landtags., © Martin Schutt/dpa/Archivbild
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Thüringen finanziert digitale Suchtberatung weiter

10.01.2024

Thüringen hält nach dem Auslaufen des bundesweiten Pilotprojekts an der digitalen Suchtberatung fest. Auf der Online-Plattform «suchtberatung.digital» können sich Menschen mit Suchterkrankungen und deren Angehörige digitale Hilfe holen. Thüringen sei eines von 13 Bundesländern, welche das Projekt in finanzieller Trägerschaft des Landes fortführe, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Die jährlichen Gesamtkosten dafür in Höhe von 350.000 Euro würden auf die beteiligten Bundesländer umgelegt, hieß es. Für Thüringen fallen demnach in diesem und im kommenden Jahr jeweils 10.400 Euro an. Ratsuchende sollten die Wahl haben, ob sie ein persönliches Gespräch, einen Text-Chat oder eine Videosprechstunde möchten, erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Mit der Plattform könnten sich Abhängige und deren Angehörige einfach, anonym und kostenfrei professionelle Unterstützung suchen. «Das ist zeitgemäß und erleichtert den Zugang», so Werner. Je vielfältiger und einfacher die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme seien, umso besser könne in Problemlagen unterstützt werden.

Die Plattform gibt es seit anderthalb Jahren. Das Angebot ist unabhängig vom Wohnort für alle Thüringer nutzbar. Über die Postleitzahl werden die Anfragen den drei angeschlossenen Thüringer Beratungsstellen in Eisenach, Gera und Sondershausen zugeordnet. Binnen einer Woche erfolge eine erste Kontaktaufnahme durch das jeweilige Beratungsteam, hieß es.

Die häufigsten Anfragen betreffen den Angaben nach übermäßigen Alkoholkonsum, Drogen und Glücksspiel. Aber auch Probleme mit Medienkonsum, Essstörungen, Pornografie oder anderen Formen von Suchterkrankungen könnten besprochen werden.

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