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Thüringen: Betten in Reha-Kliniken für Akut-Patienten bereit

24.01.2022

Für den Fall einer Überlastung der Krankenhäuser hat laut Thüringer Gesundheitsministerium eine Behandlung von Patienten in Reha-Kliniken Bestand. Es gebe aktuell in vier stationären Reha-Einrichtungen insgesamt 48 Betten, die für solche Fälle zur Verfügung stünden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell lasse sich nicht sagen, ob diese Betten bereits in Anspruch genommen werden mussten. Im Januar 2021 wurde diese Option nach damaligen Ministeriumsangaben bereits etwa für die Akut-Behandlung einzelner Covid-19-Patienten genutzt.

Während Krankenhäuser zu allererst dazu da sind, um Menschen etwa im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls unmittelbar zu helfen, geht es in Reha-Kliniken eigentlich darum, die Folgen von Krankheiten und Unfällen zu beseitigen und Menschen wieder umfänglich gesund zu machen - oder ihnen zu zeigen, wie sie mit bleibenden Einschränkungen möglichst gut leben können.

Die mögliche Behandlung von Akut-Patienten in einer Reha-Klinik soll die Akutkrankenhäuser nach Angaben der Sprecherin entlasten, wenn pandemiebedingt so viele Menschen versorgt werden müssen, dass dies in den Krankenhäusern nicht mehr zu leisten ist. Das Thüringer Krankenhausgesetz lasse diese Möglichkeit ausdrücklich zu, sagte die Sprecherin.

Nach Angaben der Sprecherin gibt es verschiedene Gruppen von Akut-Patienten für die bei einer Überlastung der Krankenhäuser eine Verlegung in eine Reha-Klinik zur weiteren Versorgung in Frage kommt. Dazu gehörten zum Beispiel Patienten, die eine Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, absehbar einer Reha bedürfen, aber noch nicht rehafähig und vielleicht sogar noch corona-positiv sind. Vor allem kämen auch ältere Patienten, die nicht zu Hause versorgt werden könnten, für eine Verlegung in eine Reha-Klinik in Frage.

© dpa-infocom, dpa:220124-99-825214/2

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