Die Fassade des Theaterhauses Jena.Die Fassade des Theaterhauses Jena.
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Theaterhaus Jena: Sechs Premieren

31.01.2022

Für das niederländische Kollektiv «Wunderbaum» sind die letzten Monate am Theaterhaus Jena angebrochen. Seit Oktober 2018 hatte das Kollektiv die künstlerische Leitung inne. Das alljährliche Sommertheater, das die Jenaer Kulturarena traditionell eröffnet, soll 2022 die letzte Amtshandlung sein - und in diesem Jahr Schrebergärten in den Fokus nehmen. Es sei mit einem «sehr großen musikalischen Schrebergarten-Spektakel» zu rechnen, hieß es vom Kollektiv. Dafür würden bereits jetzt Geschichten von Gärtnerinnen und Gärtnern in Jena gesammelt, sagte eine Sprecherin am Montag.

Insgesamt sind bis zum Sommer - so Corona es zulässt - noch sechs Premieren für das Publikum angedacht. In zwei Wochen soll der Spielbetrieb etwa mit «Musik - Etappen einer Skandalgeschichte» wieder aufgenommen werden. Die Produktion unter der Regie von Lizzy Timmers, die spielerisch die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts beleuchten soll, war coronabedingt immer wieder verschoben worden. Mit anderen Stücken der vergangenen Spielzeit, wie etwa Sladek, sollen insgesamt neun unterschiedliche Produktionen zu sehen sein.

Von Mitte März bis Mitte August 2020, von Anfang November 2020 bis Mitte Juni 2021 sowie im Januar 2022 hatte das Theater eigenen Angaben zufolge coronabedingt geschlossen.

Die Schauspielerin, Performerin und Regisseurin Timmers sowie «Wunderbaum»-Mitglied Maarten van Otterdijk werden dem Theaterhaus erhalten bleiben und gemeinsam mit dem Theaterhaus-Ensemble die künstlerische Leitung übernehmen. In einem Zeitraum von zwei Spielzeiten soll dann über Fragen der weiteren künstlerischen Ausrichtung entschieden werden. «Es freut uns sehr, dass in unserer Zeit hier ein Team entstanden ist, das noch zwei Jahre in Jena weiter arbeitet und sich weiter entwickelt», hieß es vom Kollektiv. Man werde zudem über die letzte Spielzeit hinaus noch in Jena spielen.

Das Theater öffnet unter der 2G-plus-Regelung die Türen. Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen sowie tagesaktuell negativ auf das Coronavirus getestet sein. Für geboosterte Gäste entfällt die Testpflicht. Geimpfte und genesene Theaterfans, deren Piks drei Monate oder deren Befund maximal 90 Tage zurückliegt, brauchen ebenfalls keinen Test.

Man bemühe sich so gut wie möglich, die Gäste im Theater zu entzerren und achte sorgfältig auf die Einhaltung der Maskenpflicht, sagte die Sprecherin. «Wir hoffen sehr, dass wir mit diesen Regeln den Spielbetrieb aufrechterhalten können.

© dpa-infocom, dpa:220130-99-908190/4

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