Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur., © Marijan Murat/dpa/Symbolbild
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Südwestthüringen: Kliniken peilen Kooperation an

05.07.2023

Der Wartburgkreis und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen wollen sich mit einer Kooperation ihrer kommunalen Krankenhäuser für die geplante Klinikreform der Bundesregierung wappnen. So soll die Zukunft der Krankenhäuser in Schmalkalden und in Bad Salzungen und damit die langfristige Versorgung der Bevölkerung in der Region langfristig gesichert werden, wie die beiden Kreisverwaltungen mitteilten. Beide Kreistage hatten sich am Dienstag mit der geplanten Kooperation beschäftigt.

Hintergrund ist die mit der Reform geplante Einteilung der Krankenhäuser in Versorgungsstufen - von Grundversorgern bis zu Maximalversorgern wie etwa Universitätskliniken - mit einheitlichen Qualitätskriterien für bestimmte medizinische Leistungsgruppen. Die Kliniken in Bad Salzungen und Schmalkalden, jeweils in Trägerschaft der Landkreise, sind mit rund 400 beziehungsweise 160 Betten Häuser der Grundversorgung.

Mit der Kooperation solle die Einteilung in Versorgungsstufen für beide Standorte möglichst effizient und leistungsorientiert und zum Wohl der Bevölkerung gestaltet werden, teilte die Landrätin von Schmalkalden-Meiningen, Peggy Greiser (parteilos), mit. Ziel sei ein Gesundheitsnetzwerk, in das auch die medizinischen Versorgungszentren der Häuser für die ambulante Behandlung eingebunden werden sollen.

Die Geschäftsführungen der Krankenhäuser wurden mit der inhaltlichen Ausgestaltung der Kooperation beauftragt. Unverzichtbar an beiden Standorten seien die Notaufnahmen und die Kliniken für Chirurgie sowie Innere Medizin, hieß es. Am Krankenhaus Schmalkalden sind 300 Menschen beschäftigt, das Haus in Bad Salzungen hat rund 750 Beschäftigte.

In den beiden Kreisen gibt es noch zwei größere Häuser: das kirchliche St. Georg Klinikum Eisenach und das Klinikum Meiningen des Konzerns Helios.

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