Ein Schwerlasttransporter und ein Straßenbahnwagen liegen unterhalb der Autobahn 9 in einem Graben., © Bodo Schackow/dpa
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Straßenbahn und Sattelzug geborgen

23.11.2022

Nach dem Unfall eines mit einer 42 Meter langen Straßenbahn beladenen Schwertransporters auf der Autobahn 9 sind die Bergungsarbeiten am frühen Mittwochmorgen abgeschlossen worden. Etwa neun Stunden dauerte die aufwendige Bergung der Fahrzeuge bei Triptis, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei sagte. Der mit der Straßenbahn beladene Sattelzug war in der Nacht zu Dienstag eine zehn Meter tiefe Böschung hinuntergerutscht.

Nach einer vorübergehenden Sperrung zweier Spuren in Richtung München ist die mittlere Fahrbahn seit dem Mittwochmorgen wieder befahrbar. Die linke Fahrspur war durchgehend für den Verkehr freigehalten worden. Die rechte Spur sowie der Parkplatz Rodaborn blieben der Sprecherin zufolge am Morgen weiterhin gesperrt.

Dort müsse noch die Leitplanke instandgesetzt werden. Die Reparatur sollte gegen 17.00 Uhr abgeschlossen sein, hieß es. Danach soll die Autobahn in Richtung München wieder dreispurig befahrbar sein

Der 53 Jahre alte Fahrer des Schwertransporters hatte zwischen den Anschlussstellen Lederhose und Triptis aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Es geriet nach rechts von der Fahrbahn ab und durchbrach die Leitplanke. Bei dem Unfall entstand laut Polizei ein Schaden von rund 2,5 Millionen Euro.

Für die Bergung wurde die Straßenbahn nach Angaben der Sprecherin in fünf Teile getrennt. Das Bergungsunternehmen habe die Waggons aufgerichtet und mit einem Fahrzeugkran aus der Böschung gehoben. Die Fahrzeugteile sowie der Lkw und dessen Auflieger wurden für den Abtransport auf fünf Tieflader geladen. «Alles Weitere dauert noch ein bisschen», sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Sowohl die Böschung als auch der mit Betriebsstoffen kontaminierte Erdboden an der Unfallstelle müsse aufbereitet werden. Die Arbeiten sollten in den kommenden Tagen beginnen.

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH sah indes kaum eine Chance, dass die fast komplett zerstörte Straßenbahn wieder repariert werden kann. Das Schadensbild gebe wenig Anlass zur Zuversicht, sagte ein Sprecher in Mannheim. «Wahrscheinlich kann das Fahrzeug nur noch ausgeschlachtet werden.» Insbesondere aufgrund der aktuell sehr angespannten Ersatzteil- und damit Fahrzeugsituation wiege der Verlust schwer.

Bei der Bahn handelte es sich laut dem Sprecher um ein älteres Fahrzeug des Typs RNV6, das zur planmäßigen Überholung bei einer Spezialfirma in Halberstadt in Sachsen-Anhalt war und nun nach Mannheim zurückgebracht werden sollte.

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