«Solar auf dem Dach - Energie im Haus» steht auf einem Banner am Baugerüst vor dem Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz von Thüringen.«Solar auf dem Dach - Energie im Haus» steht auf einem Banner am Baugerüst vor dem Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz von Thüringen.
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Solaranlage auf dem Dach des Thüringer Umweltministeriums

14.01.2022

Das Thüringer Umweltministerium soll ab Ende Februar Strom vom eigenen Dach beziehen. Nach rund drei Monaten Bau- und Installationszeit sei die technische Installation abgeschlossen, teilte das Ressort am Freitag in Erfurt mit. Demnächst soll der Sonnenstrom dann vom Dach ins Haus fließen und zu einem Drittel den Strombedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter decken. Rund zehn Prozent des Ertrags soll die Anlage ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Die Module sind auf einer Gesamtfläche von mehr als 500 Quadratmetern angebracht und liefern bei guten Bedingungen eine Spitzenleistung von 98 Kilowatt. Das Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) investierte rund 400.000 EUR in die Anlage.

Das Land Thüringen ist Eigentümer von etwa 1400 Gebäuden. Der Landtag hat die Regierung mit einem Beschluss aufgefordert, alle geeigneten Dächer landeseigener Immobilien mit Photovoltaikanlagen auszustatten und den Eigenverbrauch im Gebäude umzusetzen. In ganz Thüringen liefern laut Umweltministerium derzeit rund 38.000 PV-Anlagen klimafreundlichen Strom. Die installierte Leistung liegt demzufolge bei 1970 Megawatt. Damit werden aktuell rund 16 Prozent des Stromverbrauchs im Land aus Sonnenenergie gewonnen.

«Überall in Thüringen gibt es noch viele freie Dächer, die für Sonnenergie bestens geeignet sind», sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). «Hier wird in den nächsten Jahren noch einiges passieren, um die Energiewende in Thüringen voranzubringen, das Handwerk zu unterstützen und Energiekosten zu sparen.»

© dpa-infocom, dpa:220114-99-712707/3

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