DLRG-Präsidentin Ute Vogt., © Erik Frank Hoffmann/-/dpa/Archivbild
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2021 sind zwei Menschen in Thüringer Gewässern ertrunken

17.03.2022

Im vergangenen Jahr sind in Thüringen zwei Menschen ertrunken - und damit weniger als in jedem Jahr seit Beginn der Zählungen im Jahr 2000. Das geht aus der Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Beide Todesopfer - zwei Männer im Alter von über 50 Jahren - ertranken im Februar und August in thüringischen Flüssen. «Das größte Risiko zu ertrinken besteht weiterhin in Seen und Flüssen», so DLRG-Präsidentin Ute Vogt - diese Gewässer würden selten bewacht und dann auch nur eingeschränkt.

Auch auf Bundesebene verzeichnete die DLRG den niedrigsten Stand seit Beginn der systematischen Erhebungen. Nach den Zahlen der DLRG ertranken im vergangenen Jahr in ganz Deutschland 299 Menschen, rund ein Fünftel weniger als noch im Vorjahr. Außerdem ging die Zahl der Ertrunkenen das dritte Jahr in Folge zurück.

DLRG-Präsidentin Vogt forderte dennoch, mehr Schwimmbäder zu bauen und mehr ausgebildetes Personal zu stellen, um Schwimmkurse an Schulen anzubieten. Nur so könne man das Problem beheben, dass derzeit nur 40 Prozent der Zehnjährigen sicher schwimmen könnten. «Schwimmen ist eine Kulturtechnik wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Jedes Kind muss das bis zum Ende der Grundschule sicher beherrschen können», so Vogt.

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