Eine Zecke krabbelt über den Arm eines Kindes.Eine Zecke krabbelt über den Arm eines Kindes.
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Seit Jahresbeginn 15 Borreliose-Fälle nach Zeckenstichen

13.04.2022

In Thüringen sind nach Angaben der Krankenkasse Barmer in diesem Jahr bereits 15 Fälle von Borreliose nach Zeckenbissen registriert worden. Die Kasse berief sich in einer Mitteilung am Mittwoch auf Zahlen des Robert Koch-Instituts. Mit den nun steigenden Temperaturen und mehr Aktivitäten im Freien nehme auch das Risiko zu, sich die Borreliose-Erreger beim Biss infizierter Zecken einzufangen.

Im vergangenen Jahr waren in Thüringen 398 Borreliose-Infektionen gemeldet worden, die meisten davon im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Dort waren insgesamt 85 Fälle registriert worden. Allerdings ist von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen.

Borreliose ist eine durch bestimmte Bakterien (Borrelien) verursachte Erkrankung, die oft an einem roten Ring oder Fleck um die Einstichstelle erkennbar ist. Sie kann mit Antibiotika behandelt werden, eine Schutzimpfung dagegen gibt es aber nicht. Fachleute raten deshalb, sich durch robuste Kleidung vor Zeckenstichen zu schützen und sich nach Aufenthalten in Gärten oder Wäldern gründlich auf Zecken zu untersuchen.

Die Krankheit kommt sehr viel häufiger vor als die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die eine Schutzimpfung möglich ist. Im vergangenen Jahr waren in Thüringen sechs FSME-Fälle gemeldet worden, in diesem Jahr laut RKI noch keine.

© dpa-infocom, dpa:220413-99-904916/2

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