Fahrzeuge des Winterdienstes fahren durch Gera., © Bodo Schackow/dpa
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Schneewochenende für Wintersport: Unfälle und Glättegefahr

22.01.2023

Aufatmen bei Wintersportlern nach langer Tauwetterphase: Im Thüringer Wald ist am Wochenende neuer Schnee gefallen und es soll kalt bleiben. «Es ist toll, dass es jetzt wieder richtig losgeht», sagte ein Sprecher des Regionalverbunds Thüringer Wald der Deutschen Presse-Agentur. Schon seit Tagen sei klar gewesen, dass es wieder kälter werden wird, aber nicht, dass neuer Schnee kommt. «Jetzt wissen wir, dass es sinnvoll war, die Strecken neu zu präparieren.»

Der Wintereinbruch sorgte aber auch für glatte Straßen und zahlreiche Unfälle. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht auch am Montag landesweit Glättegefahr. Während es im Thüringer Wald in der Nacht zu Montag noch etwas schneien könnte, ist im Tiefland auch Sprühregen möglich, der auf den kalten Straßen gefrieren könnte. Für die kommenden Nächte rechnete der DWD weiterhin mit frostigen Temperaturen unter null Grad.

Am Wochenende schneite es in ganz Thüringen. Bis Sonntagmorgen kamen laut DWD etwa 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee hinzu. In Nordthüringen war es etwas weniger. Die Gesamtschneehöhe stieg im Thüringer Wald auf etwa 25 Zentimeter, in den Kammlagen sogar bis auf 30 Zentimeter, wie ein Sprecher des DWD sagte.

Die Chancen, dass der Schnee noch einige Zeit liegen bleibt, stehen den Meteorologen zufolge zumindest im Bergland ganz gut. In den tiefer gelegenen Gebieten könnten die Temperaturen tagsüber jedoch über die Null-Grad-Marke steigen.

Der Regionalverbund sprach von einem Neustart für den alpinen Wintersport an diesem Wochenende. An den Skiliften Skiarena Silbersattel in Steinach, der Winterwelt Schmiedefeld, der Skiarena Heubach und voraussichtlich am Lotto Thüringen Snowpark Oberhof sei der Skibetrieb jeweils ab 9.30 Uhr geplant. Zudem seien 35 Winterwanderwege präpariert und drei Rodelhänge geöffnet.

Auf den Straßen gab es vor allen am Samstagabend eine Reihe witterungsbedingter Unfälle. In der Zeit von 18 bis 23 Uhr registrierte die Landeseinsatzzentrale landesweit 70 solcher Unfälle. Zehn Menschen wurden dabei leicht verletzt. Auf der Autobahn 9 kam es am Samstagabend nach einem Unfall bei Bad Lobenstein zu einem 60 Kilometer langen Stau, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion sagte. Er habe bis nach Bayern gereicht.

In Hildburghausen verlor am Samstag ein Autofahrer auf schneeglatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte gegen eine Hauswand, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Fahrer flüchtete, meldete sich aber später bei der Polizei. An der Hausfassade entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 5000 Euro, beim Auto wurde der Schaden auf rund 3000 Euro beziffert.

Bei Reinstädt (Saale-Holzland-Kreis) kam eine 21-Jährige auf überfrorener Fahrbahn von der Straße ab und überschlug sich mit ihrem Auto. Sie hatte in einer Linkskurve die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Die Frau wurde leicht verletzt und in eine Klinik gebracht.

© dpa-infocom, dpa:230122-99-311094/3

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