Studenten sitzen in einer Vorlesung im Hösaal einer Universität.
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Schaft fordert Tempo bei Energiehilfe für Studierende

19.01.2023

Der Hochschulpolitiker und Thüringer Linke-Vorsitzende Christian Schaft hat die bisher fehlende Auszahlung der Energiehilfen für Studierende bemängelt. Das Gesetz sei seit einem Monat in Kraft, jedoch wüssten die Studierenden noch immer nicht, wann sie mit den 200 Euro rechnen könnten, wird Schaft in einer Mitteilung der Linke-Fraktion vom Donnerstag zitiert. «Dieser Zustand ist untragbar!» Er wies darauf hin, dass Studierende in der Regel kaum Rücklagen haben und deshalb nicht länger auf das Geld warten könnten.

Schaft forderte die Bundesregierung auf, weitere Reformen der Studienfinanzierung anzugehen. «Einmalzahlungen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein», sagte er. Seiner Meinung nach müssten etwa die Fördersätze beim Bafög angehoben werden.

Bereits Anfang Januar hatte das Deutsche Studierendenwerk mit Blick auf die hohen Inflationsraten eine weitere Anhebung der Bafög-Sätze gefordert. Sonst drohten viele Studentinnen und Studenten im Jahr 2023 in eine finanzielle Schieflage zu geraten, argumentierte das Studierendenwerk.

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt schlug vor, die Energiehilfen für die Studierenden über die Hoschul- und Studierendenwerkskarte «thoska» auszahlen zu lassen. Dies sei die pragmatischste Lösung. «Jeder Student in Thüringen hat diese Karte und könnte davon sein Mensaessen und seine Kopien bezahlen», sagte Voigt. Er forderte die rot-rot-grüne Koalition auf, sich für bürokratiearme Lösungen einzusetzen «statt immer nur nach Berlin zu zeigen».

© dpa-infocom, dpa:230119-99-276475/3

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