Vier Reisepässe von Geflüchteten aus der Ukraine liegen auf einem Tisch., © Matthias Bein/dpa/Symbolbild
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Rund 15.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Thüringen

19.04.2022

In Thüringen halten sich nach Angaben des Landesverwaltungsamtes inzwischen rund 15.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf. Die meisten leben in den kreisfreien Städten Erfurt und Jena sowie im Wartburgkreis, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Da nicht alle Geflüchteten registriert würden, beruhe diese Zahl auf Schätzungen, hieß es zur Erläuterung. Über die Ostertage waren insgesamt 207 Menschen aus der Ukraine in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl angekommen. Sie waren entsprechend dem Verteilmechanismus der Bundesländer, der sich unter anderem an der Einwohnerzahl der Länder orientiert, Thüringen zugewiesen worden.

Ursprünglich habe der Bund über Ostern 31 Busse mit rund 1500 Menschen angekündigt, so das Landesverwaltungsamt. Bis zum Ostermontag kamen lediglich elf Busse. Die 207 Ankömmlinge werden auf die Landkreise Nordhausen, Unstrut-Hainich, Weimarer Land, Eichsfeld und die Stadt Suhl weiterverteilt. Für Dienstag waren weitere rund 290 und für Mittwoch knapp 400 ukrainische Geflüchtete angemeldet.

«Das Ankunftsgeschehen ist sehr dynamisch, oft müssen die Kommunen kurzfristig auf Änderungen reagieren, leider oftmals auch auf den Ausfall angekündigter Busse», erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Frank Roßner, laut Mitteilung. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl habe die Neuankünfte am Wochenende aufgefangen. Damit hätten die Kommunen mehr Planungssicherheit, da die Zahl der angekündigten und der tatsächlich ankommenden Personen erheblich voneinander abweiche.

© dpa-infocom, dpa:220419-99-966318/3

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