Alt- und Neubauten sind bei einem Blick über Erfurt zu sehen., © Martin Schutt/dpa/Archivbild
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Rund 15 Prozent der Thüringer leben Erfurt und Jena

01.11.2022

Die zwei Großstädte Thüringens, Erfurt und Jena, sind für rund ein Sechstel der Menschen im Bundesland ihr Zuhause. Insgesamt lebten rund 325.000 Menschen Ende 2020 in den beiden Städten, wie das Thüringer Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. In Erfurt wohnten 213.692 Thüringerinnen und Thüringer und damit deutlich mehr als in Jena (110.731). Das sind insgesamt rund 15,3 Prozent der Gesamtbevölkerung des Freistaats.

Damit befindet sich das eher ländlich geprägte Bundesland im unteren Drittel im Vergleich zu den anderen Flächenbundesländern in Deutschland. Im Bundesdurchschnitt wohnten 32 Prozent der Bevölkerung Ende 2020 in Großstädten. Ohne die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen reduziert sich die Quote auf 26,5 Prozent.

Als Großstädte werden laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Städte bezeichnet, in denen mindestens 100.000 Menschen leben. Deutschlandweit gab es Ende 2020 insgesamt 80 Städte, die diese Einwohnerzahl erreichten.

Zur Jahrtausendwende war neben Erfurt noch Gera eine der insgesamt zwei Großstädte im Land. Die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner war im Verhältnis ähnlich wie die von Erfurt und Jena heute. Doch es hat sich einiges getan: In den vergangenen zwei Jahrzehnten hatten Jena und Erfurt mit einem Plus von 10,1 und 6,5 den höchsten Zuwachs. Auch Weimar gewann deutlich dazu (plus 4,3 Prozent).

Den höchsten Verlust verzeichnete die Stadt Suhl mit einem Minus von 24,2 Prozent der Einwohnerschaft. Auch die Städte Gera (minus 18,4 Prozent) und Eisenach (minus 5,6 Prozent) haben eine geringere Einwohnerzahl als noch im Jahr 2000. Insgesamt schrumpfte die Thüringer Bevölkerung in diesem Zeitraum von 2.431.255 auf 2.120.237 - das ist ein Minus von 12,8 Prozent.

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