Artur Kamp (l-r), Angela Birk und Willi Birk sprechen miteinander neben dem Original der in der DDR gebauten Cäsium-Atomuhr im Ruhlaer Uhrenmuseum.Artur Kamp (l-r), Angela Birk und Willi Birk sprechen miteinander neben dem Original der in der DDR gebauten Cäsium-Atomuhr im Ruhlaer Uhrenmuseum.
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Ruhlaer Uhrenmuseum lädt anlässlich von Jubiläen ein

17.09.2022

20 Jahre nach der Eröffnung des Uhren- und Technikmuseums in Ruhla lädt das Haus kostenlos zum Erkunden der Geschichte ein. Ab Montag können sich Interessierte im historischen Gebäude der Uhrenwerke in Ruhla gratis über 160 Jahre Tradition informieren und zeitgleich den 20. Geburtstag des Museums feiern, wie der Vorsitzende des Museumsbeirats, Artur Kamp, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bis zum 1. Oktober bietet die Einrichtung den Besucherinnen und Besuchern donnerstags und freitags auch Gratis-Führungen an.

In Ruhla war 1862 eine Metallwarenfabrik gegründet worden, die sich zu einem der bedeutendsten Uhrenhersteller Deutschlands entwickelte. In den 1950er Jahren wurde die Firma in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt, in dem bis zu 7700 Menschen beschäftigt waren; inklusive Zweigstellen. Nach der Wiedervereinigung wurde ein Großteil der Gebäude abgerissen. Unter anderem das ehemalige Verwaltungsgebäude, in dem nun das Uhrenmuseum sitzt, blieb jedoch erhalten. Noch heute werden hier Uhren gefertigt.

In 50 Vitrinen werden etwa 1400 Uhren und andere Ausstellungsstücke gezeigt. 35 Werkzeugmaschinen und Vorrichtungen sind zudem zu sehen. Vergangenes Jahr im Juli wurde das Museum um rund 100 Quadratmeter erweitert, um eine originale Atomuhr der DDR zu zeigen. Diese wurde Ende der 1980er Jahre in einem Geheimprojekt entwickelt und sollte unabhängig von den westdeutschen Zeitskalen funktionieren.

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© dpa-infocom, dpa:220917-99-796800/2

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