Leipzigs Trainer Marco Rose gestikuliert an der Seitenlinie., © Marius Becker/dpa
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Rose fordert «Galligkeit und Konsequenz»

27.04.2023

Personalsorgen hin oder her, die Mentalität muss stimmen. Daher fordert Cheftrainer Marco Rose von RB Leipzig Charakterstärke an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. «Am Ende geht es darum, den Schalter auf on zu legen, die Aufgaben lösen, die richtigen Mittel wählen und vor allem bei uns bleiben. Die Dinge auf den Platz bringen, die angesprochen wurden - Konsequenz und Galligkeit», sagte Rose am Donnerstag.

Eine böse Überraschung wie im April 2018, als die Kraichgauer mit Coach Julian Nagelsmann 5:2 in Leipzig gewannen, will er unbedingt vermeiden. Der letzte Auswärtsauftritt des Teams von Neu-Trainer Pellegrino Matarazzo endete mit einem 1:1 beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München. «Ich kenne Matarazzo schon ein bissel länger. Er hat in Stuttgart sehr gute Arbeit gemacht, er hat in Hoffenheim jetzt gut gearbeitet, sich dort auf Basics und das Wesentliche fokussiert. Es geht um Galligkeit, Giftigkeit, nach schwierigem Start ist dort etwas zusammengewachsen, eine Einheit ist zu erkennen», analysierte Rose die TSG, die in den vergangenen fünf Spielen drei Siege und zehn Punkte holte.

Im Kampf um die Champions-League-Plätze hat er aber auch einige Sorgenfalten, «da viele Jungs in dieser Woche noch gar nicht im Mannschaftstraining und kleinere Blessuren haben und behandelt werden. Wir hoffen darauf, dass diese das Abschlusstraining antreten und absolvieren können», betonte Rose. So hatte Josko Gvardiol (muskuläre Probleme) noch keine Einheit mit dem Team, Dani Olmo ist nach dem heftigen Tritt im Leverkusen-Spiel gegen sein Knie noch angeschlagen, trainierte - wenn überhaupt - nur individuell. Benjamin Henrichs hat laut Rose «noch leichte Hüftprobleme und eine leichte Muskelverletzung». Konrad Laimer beklagt Schmerzen an der Ferse. Zudem sind Amadou Haidara und Dominik Szoboszlai gesperrt.

In den finalen Spielen kommen für den Coach nun «auch strategische Überlegungen hinzu», da es in der kommenden Woche innerhalb von fünf Tagen gleich zweimal auswärts gegen den SC Freiburg geht - erst im Pokal-Halbfinale, dann in der Liga im Kampf um die Königsklassenplätze. Dafür ist ein Sieg gegen Hoffenheim Pflicht.

Rose warnt jedoch vor der TSG, die sich im «Modus Abstiegskampf befindet und sich mehr als etabliert hat in den letzten Spielen. Sie nehmen die Situation an, sind füreinander da, gehen in viele Zweikämpfe, machen viele Meter. Dementsprechend ist es unsere Aufgabe, diese Intensität, Aggressivität dann auch aufzunehmen», sagte der 46-Jährige. Bei den Gästen steht der lange verletzten Mittelfeldspieler Grischa Prömel vor seinem Bundesliga-Comeback. Der 28-Jährige hatte sich im November beim 1:3 gegen Leipzig einen Knöchelbruch zugezogen. Dafür fehlt Abwehrchef Kevin Vogt, der erneut Kniebeschwerden hat.

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