Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.
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Ramelow: Versorgung für Thüringer Glasindustrie sichern

13.06.2022

Die Thüringer Glasindustrie soll nach Worten von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auch bei einem Einbruch der Gasversorgung weiter Erdgas erhalten. Die Ministerpräsidenten der Ostbundesländer hätten einen einstimmigen Beschluss gefasst, «dass für die Glasindustrie die Gasversorgung unter allen Umständen sicherzustellen ist», sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur nach Abschluss der Beratungen am Montag.

Weiter versorgt werden sollen dem Beschlusstext zufolge alle Unternehmen, «deren Produktionsstätten im Falle einer Unterbrechung der Gasversorgung zerstört würden». Dafür müssten die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Das habe er auch mit der Bundesregierung noch einmal erörtert, sagte Ramelow. Die Glasindustrie fürchtet ein Versiegen von Erdgas, weil dann das Glas in den Schmelzwannen aushärtet und diese damit unbrauchbar werden.

In Thüringen hätten sich vergangene Woche alle Glasbetriebe in Thüringen auf einen Plan für die Dekarbonisierung geeinigt, sagte Ramelow weiter. «Ich rechne damit, dass es machbar ist mit einem Zeitvolumen von zehn Jahren», sagte er. Jährlich seien nur wenige Elektrowannen zu bekommen. Das setze aber auch voraus, dass im südthüringer Raum eine entsprechende Energiebasis da ist.

© dpa-infocom, dpa:220613-99-651293/2

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