Karsten Uhl, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, steht auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.Karsten Uhl, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, steht auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
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Polizei-Ausbildung in KZ-Gedenkstätte wird fortgesetzt

31.08.2022

Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und die Thüringer Polizei setzen ihre Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Polizeibeamten fort. Dabei geht es darum, Polizeikräfte durch die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus für Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart zu sensibilisieren, wie die Gedenkstätte Mittelbau-Dora am Mittwoch mitteilte. Innenminister Georg Maier (SPD) und Gedenkstättenleiter Karsten Uhl unterzeichneten eine erneuerte Kooperationsvereinbarung.

Bereits seit 2018 besuchen Polizisten während ihrer Ausbildung Seminare in dem ehemaligen NS-Konzentrationslager bei Nordhausen, wo von den Nazis verschleppte Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie leisten mussten. Jeder der dritte der rund 60.000 bis zur Lagerbefreiung im April 1945 Inhaftierten überlebte dies nicht.

Die Kooperation bei der Polizeiausbildung umfasst auch andere Gedenkstätten in Thüringen, darunter den Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt. In dem gleichnamigen Unternehmen waren Verbrennungsöfen für NS-Konzentrationslager hergestellt worden. Eingeschlossen sei auch die Gedenk- und Bildungsstätte in der ehemaligen Erfurter Bezirkszentrale des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

© dpa-infocom, dpa:220831-99-579548/3

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