Paritätische will Entlastungspaket für Sozialwirtschaft
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Paritätische will Entlastungspaket für Sozialwirtschaft

09.09.2022

Die freie Wohlfahrt sieht in dem neuen geplanten Entlastungspaket der Bundesregierung die Sozialwirtschaft außer Acht gelassen. Ohne direkte Unterstützung durch Bund, Land und Kommunen werde es zu Schließungen von Beratungsangeboten oder Einrichtungen kommen, teilte der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringen, Stefan Werner, am Freitag mit. «Die soziale Infrastruktur von Kindergärten über Schuldnerberatung, Selbsthilfe, Jugendhilfe, Pflegeheimen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist akut gefährdet.»

Es gebe hier keine Reserve, auf die zurückgegriffen werden könne. «Wir brauchen ein Entlastungspaket maßgeschneidert für die Sozialwirtschaft», forderte Werner daher. Die Inflation lasse die Kosten für die Einrichtungen steigen, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach den Leistungen der Sozialwirtschaft.

Im Gegensatz zu Unternehmen der freien Wirtschaft könnten gemeinnützige Einrichtungen aus der Pflege, der Eingliederungs- oder Jugendhilfe nicht einfach Preise erhöhen oder Leistungen kürzen. Hier braucht es aus Sicht des Verbandes im ersten Schritt einen Rettungsschirm wie in der Coronakrise. Im zweiten Schritt müsse mit den Pflegekassen und Kommunen die Summe nachverhandelt werden, welche die Träger pro Klient erhalten.

© dpa-infocom, dpa:220909-99-694669/2

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