Blühende Blumenbeete sind auf dem Gelände der Landesgartenschau zu sehen., © Jens Kalaene/dpa/Illustration
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Orla-Region richtet Landesgartenschau 2028 aus

12.07.2022

Die Thüringer Landesgartenschau (Laga) soll im Jahr 2028 in der Orla-Region stattfinden. Der Verbund Neustadt-Orla, Pößneck und Triptis hatte sich mit seinem Bewerbungskonzept gegen Altenburg, Arnstadt, Bad Frankenhausen, Bad Salzungen und Bad Liebenstein sowie den Verband «Thüringer Becken» durchgesetzt. Für Thüringens Infrastruktur-Staatssekretär Torsten Weil gibt es eine ganze Reihe von Gründen dafür, dass die Orla-Region als Austragungsort für die übernächste Laga ausgewählt wurde.

Unter anderem das Verkehrskonzept der drei Städte habe die Bewertungskommission zur Vergabe der Landesgartenschau überzeugt. Außerdem gebe es sehr gute, konkrete Konzepte für die Nutzung bisher leerstehender Gebäude für die Landesgartenschau. Nach Weils Angaben stellt das Land der Bewerberregion bis 2028 insgesamt 5,5 Millionen Euro als Unterstützung zur Ausrichtung dieser Landesgartenschau zur Verfügung.

Pößneck hat bereits im Jahr 2000 eine Landesgartenschau ausgerichtet. Das sei nun kein Grund gewesen, die Region nicht auszuwählen, sagte Weil. Immerhin müsse man «fair bleiben» und berücksichtigen, dass sich Pößneck nicht alleine, sondern zusammen mit zwei anderen Städten beworben habe. Dies sei ein mutiger Schritt gewesen, der auch deutlich mache, dass Thüringen vor allem aus kleinen Orten und dem ländlichen Raum bestehe. Das wolle man mit der Landesgartenschau in etwa sechs Jahren auch in den Fokus stellen, «noch stärker, als wir das in der Vergangenheit getan haben», sagte Weil.

Der Bürgermeister von Pößneck, Michael Modde, sagte, die Freude in der Region über die Entscheidung der Landesregierung sei groß. «Es ist eine gewisse Euphorie vorhanden.» Dennoch wisse man, dass nun nur ein Zwischenziel erreicht worden sei und noch viel Arbeit vor den drei Städten liege, ehe die Landesgartenschau 2028 tatsächlich ausgerichtet werden könne.

Die nächste Thüringer Landesgartenschau wird bereits 2025 in Leinefelde-Worbis (Eichsfeld) stattfinden. Der Termin war zuletzt um ein Jahr verschoben worden.

Mit einer Gartenschau beschäftigte sich am Dienstag auch die Stadt Erfurt. Nach der Absage der Buga 2025 in Rostock wird in Erfurt weiter diskutiert, ob die Buga womöglich nur wenige Jahre nach der letzten (2021) wieder in den Egapark und auf den Petersdom in der Landeshauptstadt kommen könnte.

Erste Hürden für eine erneute Buga im Jahr 2026 sind aus Sicht der Stadt Erfurt mit der Auswertung einer Umfrage genommen. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Umfrage über eine mögliche Ausrichtung der Buga nach der Absage Rostocks für 2025 sei «ein klarer Auftrag, den nächsten Schritt zu gehen», sagte ein Stadtsprecher am Dienstag in Erfurt. 40 Prozent der 500 Befragten gaben an, es «sehr gut» zu finden, wenn die Buga 2025 wieder in Erfurt stattfinden würde. Weitere 34 Prozent fänden es «eher gut». Noch völlig offen ist allerdings, ob das Land Geld für ein solches Großprojekt geben würde.

Denkbar wäre allerdings aus Sicht der Stadt erst eine Ausrichtung im Jahr 2026. Denn 2025 hat Thüringen ja schon eine Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis.

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