Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona.Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona.
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Öffnungszeiten der Corona-Impfstellen weiter stark begrenzt

03.09.2022

Die zuletzt drastisch reduzierten Öffnungszeiten der verbliebenen Corona-Impfstellen in Thüringen werden vorerst nicht wieder verlängert - mit Ausnahmen von Erfurt und Gera. Die Nachfrage nach Impfungen gegen Covid-19 sei in Thüringen abgesehen von den beiden Städten aktuell eher gering, sagte der Impfmanager der Kassenärztlichen Vereinigung, Jörg Mertz, der Deutschen Presse-Agentur.

Bis vorerst zum 18. September bleibt es damit in 14 Impfstellen bei den Halbtags-Öffnungen am Mittwoch und Samstag. In den Anlaufstellen in Erfurt und Gera wird zusätzlich freitags von 14.00 bis 20.00 Uhr gespritzt, wobei zuvor ein Termin vereinbart werden muss.

Thüringen hat die Zahl der Impfstellen halbiert. Die verbliebenen sollen nach bisherigen Plänen zum Jahresende geschlossen werden. Die Sprechzeiten der derzeit noch geöffneten waren während der Sommermonate Juli und August reduziert worden. «Wenn die Nachfrage wieder größer wird, werden wir reagieren», sagte Mertz. Unklar sei, wie sich die Zulassung von Impfstoffen, die auf die Spielarten der Omikron-Varianten angepasst sind, auf die Nachfrage auswirke.

Bei den Corona-Impfungen plant der Bund für Anfang September den Start mit fortentwickelten Impfstoffen auch für neuere Virusvarianten. Voraussichtlich sollen in den beiden Wochen ab 5. September rund 14 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna kommen, die an die Variante BA.1 angepasst sind. Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor. Wie viele Dosen davon auf Thüringen entfallen, konnte ein Sprecher der KV noch nicht sagen.

In Thüringen haben nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts rund 71 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Spritze gegen Covid-19 erhalten. Über die Grundimmunisierung aus in der Regel zwei Einzelimpfungen verfügen knapp 70 Prozent der Bevölkerung. Rund 53 Prozent haben sich die erste Auffrischung geholt, gerade einmal rund 4 Prozent die zweite.

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© dpa-infocom, dpa:220903-99-614563/3

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