Eine Kiste mit frisch gepflückten Äpfeln steht auf einem Obsthof.Eine Kiste mit frisch gepflückten Äpfeln steht auf einem Obsthof.
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Obstbauern erwarten schlechte Apfelernte in Thüringen

12.09.2022

Wenig Ertrag bei Äpfeln und Birnen, dafür eine gute Kirschenernte - so fallen die Prognosen und Ergebnisse der Thüringer Obstbauern in diesem Jahr aus. Bei Äpfeln wird nach dem trockenen und heißem Sommer eine eher schlechte Ernte erwartet, wie das Statistische Landesamt am Montag in Erfurt mitteilte.

Die Betriebe rechnen demnach bei Äpfeln mit einem Durchschnittsertrag von 20 Tonnen pro Hektar. Teils hätten die Früchte Sonnenbrand erlitten. Der geschätzte Ertrag werde um 14 Tonnen pro Hektar oder 40 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegen. Das langjährige Mittel der Jahre 2016 bis 2021 werde um mehr als ein Viertel (28 Prozent) unterschritten. Das seien acht Tonnen weniger pro Hektar. Insgesamt sollen rund 17.700 Tonnen Äpfel gepflückt werden.

Das beliebte Obst wurde in Thüringen auf 873 Hektar angebaut - große Flächen gibt es unter anderem in den Fahner Höhen bei Erfurt sowie im Unstrut-Hainich-Kreis. Auch in den vergangenen Jahren schwankten die Erträge bei Äpfeln stark, geht aus den Daten des Landesamtes hervor.

Bei Birnen werde mit einem Ertrag von rund sieben Tonnen pro Hektar gerechnet - knapp ein Drittel (32 Prozent) weniger als 2021. Das langjährige Mittel werde um drei Tonnen pro Hektar oder 28 Prozent unterschritten. Die Erntemenge wird auf 144 Tonnen Birnen geschätzt.

Gut reagierten dagegen Süßkirschbäume auf die Witterung in diesem Jahr. Die Ernte der roten Früchte fiel überdurchschnittlich aus, wie das Landesamt berichtete. Erzielt worden sei ein Hektarertrag von acht Tonnen. Im Vergleich zum Mittel der Jahre 2016 bis 2021 sei das ein Erntegewinn von einer Tonne oder 22 Prozent. Im Vergleich zu 2021 seien sogar drei Tonnen mehr Kirschen pro Hektar geerntet worden. Das sei ein Plus von 52 Prozent. Insgesamt belaufe sich die Ernte auf rund 2200 Tonnen Süßkirschen.

Auch bei Sauerkirschen sei die Ernte überdurchschnittlich ausgefallen mit rund neun Tonnen pro Hektar. Das waren zwar zwei Tonnen weniger pro Hektar im Vergleich im Vorjahr, aber eine Tonne oder acht Prozent mehr als im mehrjährigen Mittel. Rund 1800 Tonnen Sauerkirschen kamen von den Bäumen.

© dpa-infocom, dpa:220912-99-730739/2

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