Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle., © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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Nach Tötungsdelikt: Frau wieder entlassen

17.01.2023

Nach dem Tod eines 61-Jährigen in Kölleda ist die festgenommene Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat nach eigenen Angaben Dienstagmorgen die Entlassung der 33-Jährigen angeordnet. Im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen spreche Einiges dafür, dass die Frau den Tod des Mannes in Notwehr verursacht habe, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Die Frau war am Montag festgenommen worden. Sie hatte laut Staatsanwaltschaft selbst über Notruf die Polizei informiert. Weitere Angaben, auch in welcher Beziehung die 33-Jährige zu dem Opfer stand, wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen. Die Ermittlungen seien nicht abgeschlossen und würden auch noch einige Zeit dauern, hieß es nur. Der 61-Jährige war am Montagmorgen ums Leben gekommen.

Voraussetzung für die Beantragung eines Haftbefehls ist unter anderem ein dringender Tatverdacht. Dieser liegt laut Staatsanwaltschaft vor, wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der Täter rechtswidrig und schuldhaft handele. Dieser Tatbestand sei bei Notwehr aber nicht erfüllt. «Wer in Notwehr handelt, handelt gerechtfertigt und daher nicht rechtswidrig», hieß es.

© dpa-infocom, dpa:230117-99-248925/2

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