Im Gegenlicht ist der Schatten einer Zecke (Ixodida) auf einem Blatt zu sehen., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Mit Socken über dem Hosensaum durch den Wald

24.07.2023

Wer in Thüringen im Wald unterwegs ist, sollte sich vor Zecken schützen. «Fachleute befürchten, dass durch den Klimawandel nicht nur die heimischen Zecken aktiver sind und damit ein höheres Infektionsrisiko herrscht, sondern dass auch neue Zeckenarten nach Deutschland einwandern - und mit ihnen bisher unbekannte Infektionskrankheiten», teilte die Landesforstanstalt am Montag mit.

Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, am häufigsten die Borreliose, seltener die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen Letztere kann geimpft werden. Die in Thüringen zunehmend vorkommende, aus Südosteuropa eingewanderte Auwaldzecke kann laut Thüringenforst zusätzlich gefährliche Rickettsien übertragen - dabei handelt es sich um Bakterien, die etwa Fleckfieber verursachen können.

Im vergangenen Jahr gab es in Thüringen nach Angaben des Robert Koch-Instituts 203 registrierte Borreliose-Fälle. Süd- und Ostthüringen gelten als FSME-Risikogebiet.

Um den Kontakt mit Zecken möglichst zu vermeiden, empfiehlt Thüringenforst, Waldwege nicht zu verlassen. Zudem sollten Wanderer keine Wiesen mit hohem Gras überqueren und etwa Lichtungen und Gebüsche meiden. Denn Zecken sitzen gern auf Gräsern und Zweigen vorwiegend in 30 bis 60 Zentimetern Höhe. Kommen Menschen oder Wirtstiere vorbei, können diese die Zecken im Vorbeigehen abstreifen.

Nach einem Waldbesuch sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden. Auf heller und geschlossener Kleidung sind die dunklen Zecken besser zu erkennen und können frühzeitig abgewehrt werden. So sei es auch ein probates Mittel, die Socken über den Hosen zu tragen, um der Zecke den Weg vom Kleidungsstück zur Haut zu verwehren. Auch Haus- und Hoftiere sollten nach Zecken untersucht werden.

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