Ministerin: Bessere Bedingungen für Pumpspeicher geschaffen
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Ministerin: Bessere Bedingungen für Pumpspeicher geschaffen

01.09.2022

Thüringen verfügt nach Angaben des Energieministeriums mit mehr als 1500 Megawatt über knapp ein Viertel der Leistung der deutschen Pumpspeicherkraftwerke. Deren Bedeutung als Stromspeicher werde wachsen, sagte Ministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Donnerstag in Goldisthal, wo die größte deutsche Anlage installiert ist. Siegesmund verwies auf rechtliche Verbesserungen für den Betrieb der Pumpspeicher, bei denen Wasser von einem erhöhten Becken durch Turbinen getrieben wird. Sie reichten aber noch nicht aus - der Bund müsse die Rahmenbedingungen weiter anpassen.

Schließlich stabilisierten die Pumpspeicher das Stromnetz, das immer mehr Energie aus regenerativen Quellen aufnehmen müsse. Sie könnten Schwankungen zwischen Stromerzeugung und -bedarf ausgleichen und damit eine stabile und zuverlässige Versorgung mit elektrischer Energie gewährleisten. «Für den Ausbau der Kapazitäten sollte auch deren Bau im überragenden öffentlichen Interesse sein.»

Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes hat der Bund laut Ministerium inzwischen klargestellt, dass Speicher weder Energieerzeuger noch -verbraucher seien und damit weitestgehend von der Zahlung von Netzentgelten befreit wurden. Das war eine Hauptforderung der Brache, aber auch der Thüringer Landesregierung.

Thüringen habe sich letztlich erfolgreich im Bundesrat dafür eingesetzt, Hemmnisse für das Errichten und den Betrieb von Pumpspeicherwerken Stück für Stück zu beseitigen, so Siegesmund. «Unser Drängen auf mehr Wirtschaftlichkeit hat sich bereits ausgezahlt. Da geht aber noch mehr.» Nötig sei ein verlässlicher Rechtsrahmen, aber auch die konsequente Umsetzung der EU-Binnenmarktrichtlinie.

In Thüringen gibt es Pumpspeicherkraftwerke außer in Goldisthal auch an den großen Saaletalsperren - Hohenwarte I und II und Bleiloch - sowie den Speicher Wisenta. Bei einem Überangebot an Strom pumpen sie Wasser von unten in ein höher gelegenes Becken. Wird Strom gebraucht, wird das Wasser abgelassen und Turbinen werden angetrieben.

© dpa-infocom, dpa:220901-99-595731/2

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