47,7 Millionen Euro an Corona-Hilfen zurückgeflossen
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47,7 Millionen Euro an Corona-Hilfen zurückgeflossen

15.03.2023

Von den rund 1,1 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für Thüringer Unternehmen ist nur ein geringer Anteil zurückgefordert oder zurückgezahlt worden. Das geht aus Daten des Wirtschaftsministeriums von Mittwoch hervor. Zurückgeflossen seien bisher 47,7 Millionen Euro und damit rund 4,3 Prozent der Gelder, die Thüringer Unternehmen durch die Einschränkungen während der Corona-Krise bringen sollten.

Ein Teil des Geldes sei von den Unternehmen zurücküberwiesen worden, weil sie das Geld schließlich doch nicht benötigten. Es gebe aber auch Rückforderungen der Thüringer Aufbaubank. Eine Schlussabrechnung liegt laut Ministeriums noch nicht vor.

Rückzahlungen und entsprechende Forderungen habe es vor allem bei den Corona-Soforthilfen des Bundes gegeben. Das Ministerium nannte rund 3800 Rückzahlungen - in Summe 21,9 Millionen Euro. Insgesamt hätten 17.400 Unternehmen Hilfen erhalten.

Ein Teil der Unternehmen habe bisher auf Schreiben der Aufbaubank zur Überprüfung der Zahlungen nicht reagiert. Sie erhielten ein weiteres Erinnerungsschreiben, notfalls würde ein Anhörungsverfahren eingeleitet. Einen Vorschlag von Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), eine «Bagatellgrenze» einzuführen und bei Auszahlungen bis zu 3000 Euro auf das Rückmeldeverfahren zu verzichten, habe der Bund abgelehnt.

© dpa-infocom, dpa:230315-99-966819/2

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