Ein Warnschild vor Zecken hängt an einem Baum in einem Wald. Durch den milden Winter sind Zecken bereits jetzt auch in Thüringens Wäldern aktiv., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Milder Jahresbeginn lässt Zecken bereits aktiv werden

26.02.2024

Wanderer und andere Waldbesucher sollten auch in Thüringen schon jetzt ein Auge auf Zecken haben. Infolge des milden Winters seien die zu den Milben gehörenden Tiere schon aktiv, teilte Thüringenforst am Montag mit. Zecken regen sich demnach bereits ab einer Lufttemperatur von etwa sechs Grad. Sie können gefährliche Krankheiten übertragen, darunter die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die bei einem Teil der Erkrankten mit einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten einhergeht. Als Risikogebiete für FSME gelten Thüringenforst zufolge insbesondere Süd- und Ostthüringen, darunter die Wälder um Hildburghausen, Jena, Gera und Schleiz.

Nicht etwa Forstleute und Jäger erleiden demnach häufig von Zecken übertragene Krankheiten, sondern eher Freizeitsportler und Erholungssuchende im Wald, im Park oder im eigenen Garten. Wer für die Arbeit im Wald unterwegs sei, sei dagegen mit der Gefahr vertraut und inzwischen oft geimpft.

Um die Gefahr eines Hautkontakts mit Zecken zu vermeiden, sollten Waldwege nicht verlassen und höherer Graswuchs gemieden werden. Denn die Blutsauger sitzen häufig auf besonnten Gräsern und Zweigen. Tiere und Menschen können die Zecken dort dann im Vorübergehen abstreifen. «Deshalb umgehend nach einem Waldbesuch die Kleidung wechseln, den Körper nach möglichem Zeckenbefall kontrollieren, insbesondere Kniekehlen, Leistenbereich und Nacken, bei Kindern den ganzen Körper», so die Empfehlung des Vorstands der Landesforstanstalt, Volker Gebhardt. Auch Haustiere sollten nach einem Waldbesuch auf Zecken kontrolliert werden. Geschlossene Kleidung und Anti-Zecken-Mittel können ebenfalls einem Befall vorbeugen.

Wichtig sei zudem, Zecken möglichst schnell mitsamt des Kopfs aus der Haut zu entfernen. Denn je länger sie Blut saugten, umso stärker erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung.

© dpa-infocom, dpa:240226-99-128771/2

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