Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)., © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Mehr Gewinn vor Steuern: Aber weniger Überschuss für Helaba

09.03.2023

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat 2022 trotz eines verbesserten operativen Geschäfts unter dem Strich weniger Gewinn gemacht als ein Jahr zuvor. Mit 431 Millionen Euro fiel der Überschuss etwa 14 Prozent geringer aus als im Vorjahr, wie Deutschlands drittgrößte Landesbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Von 2020 auf 2021 hatte die Helaba mit einem kräftigen Gewinnsprung an das Vor-Corona-Niveau angeknüpft.

Das Vorsteuerergebnis legte im vergangenen Jahr nochmals zu: um 11,3 Prozent auf 633 Millionen Euro. Damit wurde das vom Vorstand ausgegebene Ziel von mindestens 500 Millionen Euro deutlich übertroffen. Für 2023 erwartet der Vorstand ein Vorsteuerergebnis zwischen 500 Millionen und 700 Millionen Euro.

«Wir haben 2022 in einem von Unsicherheiten geprägten geopolitischen und makroökonomischen Umfeld ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Die positive Entwicklung im operativen Geschäft setzt sich fort - Zinsergebnis und Provisionsüberschuss sind weiter gestiegen», bilanzierte Vorstandschef Thomas Groß. Positiv bemerkbar machte sich im Ergebnis zudem, dass die Helaba mit 162 Millionen Euro 45 Millionen Euro weniger für mögliche Kreditausfälle zurücklegte als ein Jahr zuvor.

Der Helaba-Vorstand hatte nach Groß' Amtsantritt am 1. Juni 2020 das Ziel ausgegeben, in den folgenden Jahren jährlich einen Vorsteuergewinn von mindestens 500 Millionen Euro zu erzielen. Ebenfalls 500 Millionen Euro ist die Zielgröße beim Provisionsergebnis, das sich zum Beispiel aus Einnahmen der Landesbank als Dienstleister für Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg speist.

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