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Mehr Geld für das Thüringer Studierendenwerk

01.04.2022

Das Thüringer Studierendenwerk soll in den kommenden Jahren mehr Geld vom Land bekommen. Die aktuell sechs Millionen Euro Finanzhilfen sollen im Jahr 2023 zunächst um 250.000 Euro aufgestockt werden, wie das Wissenschaftsministerium am Freitag in Erfurt mitteilte. Außerdem sollen als Zusatzbetrag noch einmal 750.000 Euro für Investitionen im Bereich der Digitalisierung hinzukommen, hieß es. Ab dem Jahr 2024 soll das Studierendenwerk jährlich drei Prozent mehr Geld vom Freistaat bekommen, um Tarif- und Preissteigerungen auszugleichen.

Die Steigerungen der Finanzhilfen sind bis 2025 in einer Ziel- und Leistungsvereinbarung festgeschrieben, die am Freitag unterzeichnet wurde. Darin sind auch Verpflichtungen des Studierendenwerks in den Bereichen studentisches Wohnen, Verpflegung, Kinderbetreuung und Beratung für Studierende geregelt. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums liegt der Fokus vor allem auf der Qualitätssicherung des Betreuungs-, Verpflegungs- und Beratungsangebots und dem Ausbau der Kinderbetreuung.

Mit der Vereinbarung schaffe man in «finanziell schwierigen Zeiten Planungssicherheit für die kommenden Jahre», erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Carsten Feller.

Nach der Vereinbarung sollen unter anderem die Beratungsangebote für Studenten mit Kindern, aus dem Ausland oder mit Beeinträchtigungen ausgebaut werden. Auch eine Erweiterung der flexiblen Betreuungsangebote sei geplant, wie das Wissenschaftsministerium weiter mitteilte. Für die Wohnheime sieht die Zielvereinbarung eine Auslastung von mindestens 90 Prozent vor.

Das Studierendenwerk betreibt nach Ministeriumsangaben an acht Hochschulstandorten in Thüringen 21 Mensen und Cafeterien. Damit ist es zuständig für mehr als 48.000 Studentinnen und Studenten. Rund 8000 davon wohne in 72 vom Studierendenwerk betriebenen Wohnanlagen.

© dpa-infocom, dpa:220401-99-757159/1

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