Georg Maier (SPD), Thüringer Innenminister, steht nach einer Pressekonferenz vor dem Café «Espach» in Erfurt., © Michael Reichel/dpa
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Maier warnt nach Sonneberger Wahl vor Vorverurteilung

27.06.2023

Nach dem AfD-Erfolg bei der Landratswahl in Sonneberg hat Thüringens SPD-Chef und Innenminister Georg Maier vor einer Vorverurteilung seines Bundeslandes gewarnt. «Es hilft jetzt nichts, über die Menschen in Thüringen herzuziehen. So nach dem Motto: Die sind halt im Stillen Extremisten», sagte Maier im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Die Hardcore-Rechtsextremisten und Neonazis seien zahlenmäßig nicht besonders viel mehr als in anderen Bundesländern.

Den Zulauf zur AfD begründet Maier unter anderem mit dem niedrigeren Lohnniveau in Thüringen im Vergleich zu Bayern. Auch das Vermögen sei deutlich geringer. «Die Menschen in Thüringen fühlen sich ein bisschen abgehängt.» Der SPD-Politiker räumte allerdings ein, dass in Thüringen autoritäre Staatsvorstellungen und populistische Haltungen weit verbreitet seien.

© dpa-infocom, dpa:230627-99-198955/2

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