Vom Biber gefällte Pappeln liegen in einen ausgetrockneten Sumpfgebiet., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Land zahlt rund 37.000 Euro für Schäden wegen Biber

09.03.2024

Um von Bibern verursachte Schäden auszugleichen, hat Thüringen im vergangenen Jahr rund 37.000 Euro ausgegeben. Acht Anträge auf eine entsprechende Förderung seien dafür bewilligt worden. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD hervor. In den beiden Jahren davor lag die Fördersumme bei etwas weniger Anträgen jeweils bei etwa 11.000 Euro.

Demnach gab es zwischen 2020 und 2023 insgesamt 109 Meldungen von Schäden, die laut Antragstellern Biber verursacht hatten. Allerdings seien nicht immer deshalb Anträge auf Förderung gestellt worden, hieß es. Im genannten Zeitraum sei so eine Fördersumme von insgesamt etwa 68.000 Euro wegen Biberschäden ausbezahlt worden. In Einzelfällen seien zusätzlich auch freiwillige Zahlungen gewährt worden. Grundsätzlich gilt: Bevor Betroffene einen Antrag auf Förderung stellen können, muss eine Untere Naturschutzbehörde bestätigen, dass Biber für die Schäden verantwortlich sind.

Biberdämme können zu Überschwemmungen führen

Zu Konflikten zwischen den am Wasser lebenden Pflanzenfressern und Menschen kommt es etwa, wenn die Tiere Bäume fällen oder mit ihren Bauten Abflüsse verstopfen. Zudem können angrenzende Äcker und Wiesen überflutet werden, wenn die Tiere Dämme bauen. Aus Sicht des Umweltministeriums haben Biber aber einen hohen naturschutzfachlichen Nutzen und ökologischen Wert. Die Tiere schaffen demnach naturnahe Fließgewässer und Lebensräume in Auen. Diese müssten sonst mit teuren Renaturierungsmaßnahmen hergestellt werden.

Die Zahl der Biber in Thüringen ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Zuvor galten die Nagetiere lange als fast ausgestorben. Experten gehen von mehreren hundert Bibern aus, die in Thüringen leben.

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