Heike Taubert spricht während einer Pressekonferenz.
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Land hält an seinen Unternehmensbeteiligungen fest

04.04.2023

Thüringen hält Anteile an 22 Unternehmen sowie mittelbar über einen Beteiligungsfonds an einer Reihe von Industriebetrieben wie der börsennotierten Jenoptik AG in Jena. Derzeit gebe es keine Pläne, daran etwas zu ändern, sagte Finanzministerin Heike Taubert (SPD) am Dienstag in Erfurt. Das Land hat als Mehrheitsgesellschafter unter anderem das Sagen bei der Landesentwicklungsgesellschaft, die sich unter anderem um Industrieansiedlungen kümmert, bei der Messe GmbH in Erfurt, bei Thüringens einzigem internationalen Flughafen oder der Thüringer Aufbaubank als Förderbank des Landes.

Taubert sprach von insgesamt neun Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen mit Sitz in Thüringen. Der Kapitalanteil des Landes betrage in diesen Fällen zusammen 47 Millionen Euro. Die Mehrheitsbeteiligungen des Landes wiesen eine Bilanzsumme von insgesamt 868 Millionen Euro auf.

Bei der Jenoptik AG hält ein Beteiligungsfonds, der bei der Aufbaubank angesiedelt ist, 13 Prozent der Aktien. Damit hat der staatliche Fonds auch Anspruch auf einen Anteil an den Gewinnen des Thüringer Technologiekonzerns.

Ziel von Beteiligungen sei die Erfüllung öffentlicher Aufgaben beispielsweise in den Bereichen Infrastruktur oder Wissenschaft sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen, sagte Taubert. Wie wichtig Landesbeteiligungen seien, habe sich während der Corona-Pandemie gezeigt. Der Flughafen in Erfurt sei unter anderem für Transporte und den Umschlag von medizinischen Gütern oder Masken genutzt worden. Die Landesbeteiligung an der GWB Elstertal Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH habe geholfen, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine unterzubringen.

Nach einem Landtagsbeschluss aus den 1990er Jahren muss die Landesregierung im Abstand von zwei Jahren einen sogenannten Beteiligungsbericht vorlegen.

© dpa-infocom, dpa:230403-99-197659/3

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