Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze.Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze.
  • Nachrichten

Land bereitet Novavax-Impfungen vor: 36.000 Dosen erwartet

10.02.2022

Thüringen bereitet sich auf die Ankunft der ersten 36 000 Dosen des Novavax-Impfstoffes vor. Aktuell laufe eine Bedarfsabfrage in den Pflegeheimen und Kliniken im Land, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Sobald man wisse, wie viel Impfstoff in diesen Bereichen benötigt wird, könne man gegebenenfalls auch Termine für die restliche Bevölkerung im Thüringer Impfportal freischalten. Das sei bereits vorbereitet.

Mit der ersten Charge könnten zunächst 18.000 Menschen geimpft werden, sagte die Sprecherin weiter. Das liege daran, dass die benötigten Dosen für die Zweitimpfung nach etwa drei Wochen zunächst zurückgelegt würden. Der genaue Zeitpunkt, ab wann Novavax in Thüringen ist, sei noch nicht klar. Der Impfstoff soll in der Woche ab dem 21. Februar nach Deutschland geliefert werden. Thüringen könne dann zeitnah eine Abholung im Zentrallager organisieren.

Bis Ende März sollen dann nach ersten Informationen knapp über 100 000 Impfstoffdosen von Novavax nach Thüringen kommen, wie die Sprecherin weiter sagte. Noch sei aber nicht geklärt, nach welchem Schlüssel die insgesamt vier Millionen Dosen, die Deutschland im ersten Quartal erwartet, aufgeteilt werden.

In Thüringen soll Novavax zunächst an Beschäftigte aus dem Pflege- und Klinikbereich gehen - den Bereichen, in denen ab Mitte März die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt. Geimpft werden sollen die Pflegekräfte von den mobilen Impfteams. Den Kliniken wird Novavax nach Ministeriumsangaben direkt zur Verfügung gestellt und sie können ihr Personal selbst impfen.

Unter anderem die privaten Pflegeanbieter in Thüringen versprechen sich vom Einsatz des Novavax-Vakzins eine höhere Impfbereitschaft bei ihren Beschäftigten. Das Mittel wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Protein-Impfstoff - er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Corona-Präparate.

© dpa-infocom, dpa:220210-99-55722/2

Teilen: