Das Wielandgut in Oßmannstedt bei Weimar.Das Wielandgut in Oßmannstedt bei Weimar.
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Klassik Stiftung feiert 250. Jahrestag von Wielands Ankunft

02.09.2022

Fast Tür an Tür lebten Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und Friedrich Schiller (1759-1805) in der thüringischen Stadt Weimar. Auch Christoph Martin Wieland (1733-1813), einer der bedeutendsten Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, weilte in der Nähe der beiden wohl bekanntesten ehemaligen Weimarer: Sein Landgut liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Weimar in Oßmannstedt. Das barocke Gutshaus ist heute ein Museum mit einer Ausstellung zu Leben und Werk des ehemaligen Bewohners. Mit einer neuen Ausstellung «Der erste Schriftsteller Deutschlands» beleuchtet die Klassik Stiftung das Lebenswerk Wielands in seiner Weimarer und Oßmanstedter Zeit.

Der Philosophieprofessor Wieland kam 1772 als Prinzenlehrer nach Weimar. Herzogin Anna Amalia hatte ihn vor allem zur Erziehung des Erbprinzen an den Hof berufen. Die Wiedereröffnung des Wielandgutes Oßmannstedt in der Nähe von Weimar ist einer der Höhepunkte, mit denen der 250. Jahrestag von Wielands Ankunft in Weimar in diesem Jahr begangen wird. Bereits Anfang Mai war eine Sonderausstellung zu Wieland im Goethe- und Schiller-Archiv eröffnet worden.

Im Dorf Oßmannstedt lebte und arbeitete der Schriftsteller, Theaterautor, Übersetzer und Publizist Wieland von 1797 bis 1803. Unter anderem Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) werden zur feierlichen Eröffnung dort am Freitag erwartet. Am Folgetag öffnet die Stiftung dann auch wieder die Tore des Gutshauses für die Öffentlichkeit. Stiftungspräsidentin Ulrike Lorenz sagte, sie hoffe vielen Gästen deutlich machen zu können, dass das Wielandgut Oßmannstedt ein «ungerechterweise zu wenig besuchter Ort» ist.

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