Ein Elektroauto wird an einer Ladestation geladen., © Marijan Murat/dpa/Symbolbild
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Keine Trendwende bei Zulassungszahlen von E-Autos erwartet

05.03.2024

Gestrichene Förderung und hohe Anschaffungskosten: In Thüringen wird auch in diesem Jahr nicht mit wesentlich steigenden Neuzulassungszahlen bei E-Autos gerechnet. Trotz steigender Modellvielfalt und üppiger Rabatte der Hersteller blieben potenzielle Käufer zurückhaltend, erklärte der Mobilitätsexperte bei der Thüringer Landesenergieagentur ThEGA, Rico Hofmann, am Dienstag in Erfurt. Noch immer seien die Kaufpreise für E-Autos vergleichsweise hoch. Zudem würden mehr Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum gewünscht.

In Thüringen waren bereits im vergangenen Jahr deutlich weniger Elektroautos neu zugelassen worden. Nach Angaben der ThEGA sank die Zahl der Neuzulassungen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen um 3500 auf knapp 8500. Im Jahr 2022 gab es demnach noch knapp 12.000 Zulassungen.

Die Anzahl der Neuzulassungen habe sich somit bei reinen Elektroautos um drei Prozent und bei Hybridfahrzeugen sogar um 62 Prozent verringert, hieß es. Gründe hierfür seien der Wegfall der staatlichen Umweltprämie für Hybridautos im Januar 2023 sowie die gestrichene Förderung für E-Autos in Unternehmen im vergangenen September.

Auf Thüringer Straßen fahren laut der Landesenergieagentur 1,2 Millionen Pkws - darunter fast 39.000 E-Autos und Plug-In-Hybridfahrzeuge - also Wagen, die eine externe aufladbare Batterie und einen Verbrennungsmotor kombinieren. Bundesweit liegt der Anteil von reinen E-Autos am Gesamtbestand bei 2,4 Prozent. In Thüringen sind es 1,5 Prozent. Damit kämen auf 1000 Thüringer derzeit knapp elf E-Autos.

Ende 2023 standen in Thüringen den Angaben nach 961 öffentliche Ladesäulen mit 2008 Ladepunkten zur Verfügung. Somit kamen im vergangenen Jahr 205 Ladesäulen mit 437 Ladepunkten neu hinzu. Derzeit teilten sich damit knapp 17 E-Fahrzeuge einen Ladepunkt im Freistaat.

© dpa-infocom, dpa:240305-99-228383/2

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