Cornelius Golembiewski beim Landestag der Jungen Union im Schützenhaus Bürgel., © Andreas Hummel/dpa/Archivbild
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Junge Union für mehr Ostdeutsche in CDU-Führungspositionen

18.11.2022

Die Junge Union in Thüringen hat sich für mehr Sichtbarkeit der ostdeutschen Bundesländer in Führungspositionen der CDU ausgesprochen. «Das ist auf jeden Fall ausbaufähig», sagte der Vorsitzende der Thüringer Jungen Union, Cornelius Golembiewski, der Deutschen Presse-Agentur. An einigen Stellen sei es bereits gelungen - in der Grundsatzkommission sei etwa Mario Voigt vertreten. «Aber diesen Trend sollte man weiterführen: Wenn Kommissionen eingerichtet werden, die inhaltliche Themen diskutieren und vorbereiten, sollten Personen aus dem Osten auch in führenden Positionen integriert werden», sagte Golembiewski.

Die Junge Union (JU) ist die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU. Von Freitag bis Sonntag treffen sich JU-Delegierte aus den Bundesländern beim sogenannten Deutschlandtag im hessischen Fulda. Erwartet werden unter anderem der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. In Fulda soll außerdem ein neuer Bundesvorstand gewählt werden. Der bisherige Bundesvorsitzende Tilman Kuban tritt nicht noch einmal an.

Golembiewski sagte, die ostdeutschen Landesverbände der Jungen Union werben generell dafür, dass «die neuen Bundesländer mehr Berücksichtigung finden in den politischen Tagesthemen und in den politischen Entscheidungen». Es gebe zum Deutschlandtag einen Antrag, dass man sich über einen zweiten Mitgliederbeauftragten freuen würde, um für Ostdeutschland wichtigen Themen mehr Gehör zu verschaffen. «Wir haben hier den Strukturwandel und den demografischen Wandel, gegen die wir gleichzeitig ankämpfen müssen», sagte Golembiewski. Auch die Energiekrise und die damit verbundene politische Stimmung im Osten brauchen seiner Meinung nach eine besondere Aufmerksamkeit.

© dpa-infocom, dpa:221118-99-565134/2

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