Ein junger Braunbrustigel sitzt zwischen Laub auf einem Gehweg vor einem Gebüsch., © Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild
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Igel in Thüringen auf der Gefährdungsvorwarnliste

04.12.2023

Während die meisten seiner Vertreter in Deutschland im Winterschlaf schlummern, ist dem Igel eine Ehre zu Teil geworden: Er ist zum Tier des Jahres 2024 gewählt worden. Wie groß der Bestand des in ganz Deutschland verbreiteten Braunbrustigels (Erinaceus europaeus) in Thüringen ist, lasse sich nicht sagen, heißt es aus dem Umweltministerium. Allerdings steht die Art seit 2021 neu auf der Vorwarnliste für in Thüringen bedrohte Arten.

Diese Liste führt demnach Arten auf, die in ihrem Bestand zurückgegangen, aber aktuell noch nicht gefährdet sind. «Bei Fortbestehen negativer Einflüsse auf den Bestand ist in naher Zukunft eine Einstufung in die Kategorie «Gefährdet» dann aber möglich», hieß es aus dem Ministerium. Dann würden die Igel auf die sogenannte Rote Liste rutschen.

Als Grund für den Rückgang bei der Population verwies das Ministerium im Wesentlichen auf den Verlust von Lebensräumen in Stadt und Land und auf die Gefahr durch den Straßenverkehr für die Igel.

Spenderinnen und Spender der Deutschen Wildtierstiftung haben den Igel zum Tier des Jahres 2024 gewählt, die die Stiftung am Montag bekannt gab. Zur Wahl standen auch das Eichhörnchen und der Rotfuchs.

Wegen des Verlusts natürlicher Lebensräume weicht der Igel der Stiftung zufolge in Gärten und Grünanlagen in Siedlungsgebieten aus. Dort gebe es Schätzungen zufolge mittlerweile bis zu neunmal so viele Igel wie auf dem Land. Schottergärten, versiegelte Flächen, Autos und Mähroboter würden den Igeln aber auch hier das Leben schwer machen.

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