Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), Chef der Thüringer Staatskanzlei., © Martin Schutt/dpa
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Hoff: CDU-«Legende» vom Stadt-Land-Gefälle gefährlich

09.09.2023

In Thüringen gibt es nach Ansicht von Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff kein ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle. Für die Thüringer CDU sei jedoch die Behauptung des Gegenteils hilfreich, sagte der Linke-Politiker den Funke-Zeitungen (Samstag). «Sie kann sich so als vermeintliche Partei einer vermeintlichen ländlichen Mehrheit darstellen und suggerieren, die Minderheit in den Städten würde gegen das Dorf Politik machen. Diese Legende halte ich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt für gefährlich.»

Dass in Pößneck, Schleiz, Suhl oder selbst Weimar eine Politik für Metropolen gemacht werde und es einen fundamentalen Unterschied zum ländlichen Raum gebe, halte er für «an den Haaren herbeigezogen». Thüringen sei ein ländliches Bundesland, selbst für Erfurt gelte, dass es eine «Landstadt» sei. «Wir haben hier keine wirkliche Stadt-Land-Differenz.» Zugleich räumte er aber ein, dass nicht von der Hand zu weisen sei, dass der Zuspruch für rechte Parteien in Dörfern tendenziell stärker sei als in Erfurt, Weimar oder Jena. Das gelte aber nicht für alle Orte.

© dpa-infocom, dpa:230909-99-131955/2

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