Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke spricht auf dem Domplatz in Magdeburg., © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa
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Höcke sieht in Corona-Politik «Herrschaft der Angst»

05.03.2022

Ostdeutsche AfD-Politiker haben bei einer Demonstration in Magdeburg Stimmung gegen die Pläne für eine Impfpflicht und die Corona-Maßnahmen gemacht. «Das ist eben keine Demokratie mehr», rief Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke am Samstag den Demonstranten zu. Höckes AfD-Landesverband wurde in Thüringen vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft und wird vom Landesverfassungsschutz beobachtet. Höcke selbst wurde im Jahr 2020 vom Chef des Bundesverfassungsschutzes als Rechtsextremist bezeichnet.

Auf dem Domplatz in Magdeburg versammelten sich nach vorläufigen Zahlen der Polizei in der Spitze rund 420 Demonstranten, um gegen die Corona-Politik zu protestieren. Teils hielten sie Transparente hoch, auf denen zu lesen war «Schluss dem Corona-Wahn» oder «Gesund ohne Zwang». Die Zahl der Gegendemonstranten schätzte die Polizei auf rund 240.

Höcke sagte: «Die Fassade von Demokratie und Rechtsstaat steht noch.» Dahinter aber lägen sowohl die Demokratie als auch der Rechtsstaat in Trümmern. Auch die Medien hätten in der Corona-Pandemie versagt. «Man hat eine Herrschaft der Angst aufgebaut», sagte Höcke.

Sachsen-Anhalts AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner rief die Menschen dazu auf, regelmäßig auf die Straße zu gehen, um gegen Pläne einer Impfpflicht zu demonstrieren. Das Impfen bezeichnete er als «Gentherapie», den Impfstoff als «Brühe». Vor allem kritisierte er, dass eine Corona-Impfung nicht genügend vor einer Ansteckung schütze.

© dpa-infocom, dpa:220305-99-399088/2

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