Ein Mann mit Heuschnupfen und Taschentuch vor seiner Nase steht neben einem blühenden Strauch., © Angelika Warmuth/dpa/Archiv
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Heuschnupfensaison startet immer früher

05.03.2023

Juckende Augen, heftiges Niesen, Halskratzen - die Heuschnupfensaison ist im vollen Gange. «Von den hauptallergenen Pollenarten (...) sind vor allem Pollen von Hasel und Erle in der Luft», sagte Christina Endler vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. Durch den Zustrom polarer Kaltluft dürfte das Belastungsniveau unter der Woche geringer gewesen sein. Bei Hasel und Erle werde die Belastung in den kommenden Tagen dann wieder steigen, sagte sie voraus.

Die Pflanzenentwicklung habe aufgrund der milden Witterung Ende Dezember und in der ersten Januarhälfte einen deutlichen Schub bekommen, führte Endler aus. Der Beginn der Haselblüte in Sachsen lag in diesem Jahr circa vier Wochen vor dem vieljährigen Mittel der Jahre 1992 bis 2022. In Thüringen begann die Haselblüte rund 3,5 Wochen früher, in Sachsen-Anhalt etwa 1,5 Wochen. Der Blühbeginn der Erle lag in allen drei Bundesländern ebenfalls vor dem vieljährigen Mittel. Das geht aus Zahlen des DWD hervor.

Insgesamt sei in den vergangenen 30 Jahren ein Trend zu einem immer früheren Blühbeginn zu verzeichnen, unter anderem weil die Winter wie zuletzt relativ mild ausfielen, sagte Endler. Betrachtet man die Zeiträume 1961 und 1990 sowie 1991 und 2020 so zeigen die phänologischen Beobachtungen, dass sich der Beginn der Haselblüte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zwischen 15 und 21 Tage nach vorne verschoben hat. Bei der Schwarzerle sind es zwischen 11 und 18 Tage.

Als nächstes dürften nach Endlers Angaben Pappel, Weide, Esche, Birke sowie Hainbuche zu blühen beginnen.

© dpa-infocom, dpa:230305-99-835294/2

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