Kurt Herzberg, Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen.
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Herzberg: 50.000 Haushalte erstmals Anspruch auf Wohngeld

01.12.2022

Thüringens Bürgerbeauftragter Kurt Herzberg rechnet mit einem massiven Bearbeitungsstau bei den Anträgen für das Wohngeld im kommenden Jahr. Die Kommunen seien der erwartbaren Antragsflut nicht gewachsen, erklärte Herzberg am Donnerstag in Erfurt. Daher sei schon jetzt absehbar, dass viele Betroffene mehrere Monate auf die tatsächliche Auszahlung des staatlichen Mietzuschusses warten müssten.

Laut dem Bürgerbeauftragten werden mit der Wohngeldreform zum 1. Januar 2023 fast 50.000 Thüringer Haushalte erstmals Anspruch auf diese Leistung haben. Mit durchschnittlich 370 Euro monatlichem Wohngeld stehe vielen Thüringern angesichts steigender Preise und Energiekosten damit eine wichtige Hilfe zu. Wohngeld können Haushalte beantragen, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, trotzdem aber wenig Geld haben.

Die Anträge müssen bei den zuständigen Wohngeldbehörden gestellt werden. Diese sind in Thüringen bei den Landratsämtern, den kreisfreien Kommunen und den Städten Gotha, Ilmenau, Rudolstadt und Saalfeld ansässig. Eine digitale Antragstellung ist im Freistaat vorerst noch nicht möglich.

© dpa-infocom, dpa:221201-99-738438/2

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