Gregor Gysi gibt auf der Wahlparty von Die Linke im Karl-Liebknecht-Haus ein Fernsehinterview.Gregor Gysi gibt auf der Wahlparty von Die Linke im Karl-Liebknecht-Haus ein Fernsehinterview.
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Gysi: Hennig-Wellsow war in ihrer Funktion nicht glücklich

20.04.2022

Nach Ansicht des ehemaligen Linken-Fraktionschefs Gregor Gysi war die scheidende Co-Chefin seiner Partei, Susanne Hennig-Wellsow, «in ihrer Funktion nicht glücklich». Das sagte Gysi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er nehme ihre Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis. Der heutige außenpolitische Sprecher der Fraktion fügte hinzu, Hennig-Wellsow «ist auch nicht glücklich gemacht worden».

Die 44-Jährige war Ende Februar 2021 gemeinsam mit Janine Wissler an die Parteispitze gewählt worden und hatte am Mittwoch überraschend ihren Rücktritt erklärt. Unter ihrer Führung hatte die Partei bei der Bundestagswahl schwere Verluste hinnehmen müssen und sich seitdem nicht wieder erholt.

Co-Chefin Wissler äußerte sich zunächst nicht. Auf dem Twitter-Account der Linken hieß es am Mittwoch zum Rücktritt Hennig-Wellsows: «Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Der Parteivorstand wird heute Abend und am Wochenende über die weiteren Schritte beraten.» Der Bundesgeschäftsführer der Partei, Jörg Schindler, schrieb, er werde vorschlagen, dass auf dem schon lange geplanten Parteitag im Juni der Parteivorstand neu gewählt werde.

© dpa-infocom, dpa:220419-99-966768/3

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