Georg Maier, Thüringer Innenminister, spricht bei einer Pressekonferenz im Café «Espach»., © Michael Reichel/dpa
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Georg Maier: Extremismus-Hinweis verhinderte «heißen Herbst»

29.12.2022

Die Demonstrationen gegen Inflation, Energiekrise und Ukraine-Krieg sind nach Einschätzung von Thüringens Innenminister Georg Maier abgeflaut, weil die teils extremistischen Netzwerke dahinter thematisiert worden sind. «Unterm Strich kann man sagen: Dieser "heiße Herbst" hat nicht stattgefunden», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Erfurt. Dafür gebe es verschiedene Gründe. Seine These sei aber, dass es viel mit Kommunikation zu tun hatte. «Dass wir offengelegt haben, welche Netzwerke da im Hintergrund eine Rolle spielen», sagte Maier.

Man habe die Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass es keine gute Idee sei, Akteuren mit Reichs- oder Russlandflaggen hinterherzulaufen. Auch helfen Maiers Ansicht nach die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Energiekrise.

Zwar habe die Sorge vor der Nebenkostenabrechnung viele mobilisiert. Durch die Einführung von Gaspreis- und Strompreisdeckel wüssten die Menschen nun aber, dass die Kosten nicht über alle Maßen durch die Decke gehen werden. Auch die Wirtschaft habe sich als resilient erwiesen. «Das, was Extremisten und Feinde der Demokratie brauchen als Lebenselixier - die Angst, die ist ein Stück weit abgebaut worden», sagte Maier.

© dpa-infocom, dpa:221229-99-46137/2

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