Besucher schwimmen in einem Wasserbecken der Solewelt.Besucher schwimmen in einem Wasserbecken der Solewelt.
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Gelockerte Corona-Regeln: Thermen und Bäder öffnen

06.02.2022

3G in der Gastronomie, bei körpernahen Dienstleistungen, im Einzelhandel und etwa als Gast bei Gericht: In Thüringen treten in der Nacht zu Montag gelockerte Corona-Regeln in Kraft. Dann sind auch wieder Sportveranstaltungen mit Zuschauern zulässig. Die überarbeitete Thüringer Corona-Verordnung sieht zudem Lockerungen für geimpfte und genesene Menschen vor: Sie können nach mehr als zwei Monaten Abstinenz unter der 2G-plus-Regel wieder zu Sportveranstaltungen und schwimmen gehen.

«Die meisten Thermen stehen in den Startlöchern», sagte eine Sprecherin des Heilbäderverbands Thüringen. Einige öffneten direkt zum Montag, andere zögen im Laufe der Woche nach, nachdem sie Ende November wegen der Corona-Lage im Land schließen mussten.

Die Toskana Therme in Bad Sulza und die Ardesia Therme in Bad Lobenstein kündigten bereits eine Öffnung ab Montag an. In der Solewelt Bad Salzungen sollen ab Mittwoch wieder die Tore öffnen. In der Schließzeit sei gestrichen worden, Beleuchtungen seien angepasst und Saunasteine gewechselt worden, hieß es.

In Jena hoffen die Betreiber des Freizeitbads Galaxsea ebenfalls auf eine Öffnung ab Mittwoch. Das hänge davon ab, welche Vorgaben die Stadt in ihrer neuen Allgemeinverfügung mache. «Wir machen die Vorbereitungen und freuen uns, wenn es zur Öffnung kommen sollte», sagte eine Sprecherin. Sie verwies aber auch auf stark steigende Infektionszahlen in der Universitätsstadt.

Auch die Kristall Therme in Bad Klosterlausnitz plant eine Öffnung zur Wochenmitte. Seit Anfang der Woche liefen schon die Vorbereitungen, sagte eine Sprecherin. Die Therme müsse wieder hochgefahren, es müssten Wasserproben entnommen und die Grundreinigung solle durchgeführt werden. Das sei nicht in zwei oder drei Tagen zu stemmen.

Bis auf das Eichsfeld lagen am Sonntag alle Landkreise und kreisfreien Städte in der Warnstufe zwei (Eichsfeld: Stufe 3). Auch für diese sieht die neue Verordnung weitere Lockerungen in einzelnen Bereichen vor: Etwa für Schwimmbäder nur 2G anstatt 2G plus.

Trotz der bundesweit vergleichsweise niedrigen Zahlen steigt die Corona-Inzidenz in Thüringen stetig an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 740,6 wöchentliche Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Vortag lag der Wert noch bei 697, am Sonntag vor einer Woche bei 448,5.

Noch sei unklar, welche Auswirkungen die Omikronwelle in Thüringen haben werde, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) dazu. «Anders als in anderen Bundesländer steht uns der große Anstieg noch bevor.» Dort, wo es die Situation in den Krankenhäusern zulasse, seien aktuell aber Öffnungsschritte möglich. «Sollte lokal die Hospitalisierungsrate ansteigen, greifen wieder entsprechende Verschärfungen», kündigte die Ministerin an. Die neue Verordnung gilt zwei Wochen - bis zum 2. März.

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© dpa-infocom, dpa:220205-99-988423/3

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