In den nächsten drei Tagen führt Bundespräsident Steinmeier (SPD) seine Amtsgeschäfte von Meiningen aus., © Britta Pedersen/dpa/Archivbild
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Gegen die Polarisierung: Steinmeier zu Besuch in Thüringen

17.10.2023

In den nächsten drei Tagen führt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) seine Amtsgeschäfte vom südthüringischen Meiningen aus. Er will sich einen Eindruck davon verschaffen, wie in Berlin gemachte Bundespolitik bei den Menschen vor Ort ankommt. Im Rahmen einer sogenannten Ortszeit-Reise besucht Steinmeier von Dienstag bis Donnerstag die Region und verlegt dabei seinen Amtssitz in die Stadt.

Steinmeier wolle mit solchen Reisen eine Brücke zwischen der Bundeshauptstadt und Regionen bauen, die oft nicht im Fokus des öffentlichen Interesses stünden, hieß es im Vorfeld des Besuchs aus dem Bundespräsidialamt. Auf diese Weise wolle er auch einen Beitrag dazu leisten, die Polarisierung innerhalb der deutschen Gesellschaft zu überwinden.

Nach Angaben des Bundespräsidialamts wird Steinmeier in Meiningen nicht nur beispielsweise das dortige Staatstheater und Unternehmen besuchen, sondern auch an einem Stadtgespräch teilnehmen. Dieses Format findet in Meiningen bereits zum dritten Mal statt. Es bringt Menschen miteinander in einen Dialog, die zu verschiedenen Themenkomplexen unterschiedliche Auffassungen haben. Steinmeier werde auf dieser Reise und insbesondere während des Stadtgesprächs vor allem zuhören, hieß es.

Der dreitägige Besuch in der 25.000-Einwohner-Stadt im Süden Thüringens ist bereits die neunte «Ortszeit»-Reise, die Steinmeier unternimmt. Zuvor war er unter anderem in Eckernförde in Schleswig-Holstein, Senftenberg in Brandenburg, Völklingen im Saarland, Freiberg in Sachsen und Rottweil in Baden-Württemberg zu Gast.

© dpa-infocom, dpa:231017-99-590585/2

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